17.10 Prüfungsvorbereitung und Wiederholung
Prüfungsvorbereitung und Wiederholung
Dieses Kapitel dient zur gezielten Wiederholung vor der Prüfung.
Es verbindet die wichtigsten Themen aus:
- Netzwerktechnik
- OSI-Modell
- TCP/IP
- IP-Adressierung
- Subnetting
- Routing
- Switching
- VLAN
- DNS
- DHCP
- Firewalls
- NAT
- VPN
- Cloud
- Sicherheit
- Administration
- Fehlersuche
Merksatz:
Prüfungsvorbereitung bedeutet nicht nur Auswendiglernen,
sondern Zusammenhänge erkennen.
Warum Wiederholung wichtig ist
Viele Prüfungsthemen hängen zusammen.
Beispiel:
Ein Client kommt nicht ins Internet.
Dafür können mehrere Themen relevant sein:
IP-Adresse
Subnetzmaske
Gateway
DNS
DHCP
Routing
Firewall
NAT
VLAN
WLAN
Proxy
VPN
Dienstverfügbarkeit
Merksatz:
In der Prüfung wird selten nur ein einzelnes Thema isoliert geprüft.
Typische Prüfungslogik
Prüfungsaufgaben fragen oft nicht direkt:
Was ist DNS?
Sondern eher:
Ein Client kann eine Webseite nicht über den Namen erreichen,
aber die IP-Adresse funktioniert.
Welche Ursache ist wahrscheinlich?
Gesuchte Antwort:
DNS-Problem
Merksatz:
Prüfungen testen Anwendung von Wissen,
nicht nur Definitionen.
Wichtigste Grundregel bei Netzwerkfehlern
Immer systematisch prüfen:
1. Physische Verbindung
2. IP-Konfiguration
3. Gateway
4. DNS
5. Routing
6. Firewall
7. Dienst
8. Anwendung
9. Logs
10. Änderungen
Merksatz:
Erst Grundlagen,
dann Spezialfälle.
OSI-Modell als Prüfungswerkzeug
Das OSI-Modell hilft, Fehler schichtweise einzugrenzen.
| OSI-Schicht | Name | Typische Prüfung |
|---|---|---|
| 1 | Bitübertragung | Kabel, Signal, Link |
| 2 | Sicherung | MAC, Switch, VLAN, ARP |
| 3 | Vermittlung | IP, Routing, ICMP |
| 4 | Transport | TCP, UDP, Ports |
| 5 | Sitzung | Session, Verbindungssitzung |
| 6 | Darstellung | TLS, Codierung, Verschlüsselung |
| 7 | Anwendung | DNS, DHCP, HTTP, SMTP, SMB |
Merksatz:
OSI hilft,
Fehler strukturiert zu suchen.
TCP/IP-Modell wiederholen
Das TCP/IP-Modell ist praxisnaher als das OSI-Modell.
| TCP/IP-Schicht | Entspricht grob OSI | Beispiele |
|---|---|---|
| Anwendung | OSI 5 bis 7 | HTTP, DNS, SMTP, DHCP |
| Transport | OSI 4 | TCP, UDP |
| Internet | OSI 3 | IP, ICMP, Routing |
| Netzzugang | OSI 1 bis 2 | Ethernet, WLAN, MAC |
Merksatz:
TCP/IP ist das praktische Internetmodell.
Kapselung wiederholen
Beim Senden werden Daten schrittweise verpackt.
Beispiel:
Anwendung erzeugt Daten.
TCP ergänzt Portinformationen.
IP ergänzt IP-Adressen.
Ethernet ergänzt MAC-Adressen.
Bits werden übertragen.
Beim Empfangen wird alles wieder entpackt.
Merksatz:
Kapselung bedeutet:
Jede Schicht ergänzt eigene Steuerinformationen.
PDU-Begriffe wiederholen
| Schicht | Einheit |
|---|---|
| Anwendung | Daten |
| Transport | Segment oder Datagramm |
| Internet / Netzwerk | Paket |
| Sicherung | Frame |
| Bitübertragung | Bits |
Merksatz:
Daten werden zu Segmenten,
Paketen,
Frames
und Bits.
MAC-Adresse wiederholen
Eine MAC-Adresse arbeitet auf Schicht 2.
Sie dient der lokalen Zustellung im selben Netzwerksegment.
Wichtig:
MAC-Adressen werden von Switches genutzt.
MAC-Adressen ändern sich an jedem Router-Hop.
MAC-Adressen sind nicht für Routing über Netze hinweg zuständig.
Merksatz:
MAC-Adresse = lokale Zustellung im LAN.
IP-Adresse wiederholen
Eine IP-Adresse arbeitet auf Schicht 3.
Sie dient der logischen Adressierung über Netzgrenzen hinweg.
Wichtig:
IP-Adressen werden für Routing genutzt.
IP-Adressen bestehen aus Netzanteil und Hostanteil.
Subnetzmaske oder Präfix bestimmt die Aufteilung.
Merksatz:
IP-Adresse = logische Adresse für Routing.
Port wiederholen
Ports arbeiten auf Schicht 4.
Sie ordnen Netzwerkverkehr einem Dienst oder Prozess zu.
Beispiele:
TCP 80 HTTP
TCP 443 HTTPS
TCP 22 SSH
TCP 3389 RDP
TCP 25 SMTP
UDP 53 DNS
UDP 67 und 68 DHCP
Merksatz:
Port = Dienstadresse auf einem Host.
MAC, IP und Port unterscheiden
| Begriff | Schicht | Aufgabe |
|---|---|---|
| MAC-Adresse | 2 | lokale Zustellung im LAN |
| IP-Adresse | 3 | logische Adressierung und Routing |
| Port | 4 | Zuordnung zu Dienst oder Anwendung |
Merksatz:
MAC findet Gerät im lokalen Netz.
IP findet Netz und Host.
Port findet Dienst.
IPv4-Grundlagen wiederholen
IPv4-Adressen bestehen aus 32 Bit.
Sie werden meist dezimal in vier Oktetten dargestellt.
Beispiel:
192.168.1.10
Dazu gehört eine Subnetzmaske oder Präfixlänge.
Beispiel:
192.168.1.10/24
Merksatz:
IPv4-Adresse plus Präfix bestimmt Netz und Host.
Private IPv4-Adressbereiche
Wichtige private IPv4-Bereiche:
| Bereich | CIDR |
|---|---|
| 10.0.0.0 bis 10.255.255.255 | 10.0.0.0/8 |
| 172.16.0.0 bis 172.31.255.255 | 172.16.0.0/12 |
| 192.168.0.0 bis 192.168.255.255 | 192.168.0.0/16 |
Merksatz:
Private IP-Adressen werden im Internet nicht direkt geroutet.
Subnetzmaske wiederholen
Die Subnetzmaske trennt Netzanteil und Hostanteil.
Beispiel:
/24 bedeutet:
24 Bit Netzanteil,
8 Bit Hostanteil
Bei IPv4 gilt:
Hostanzahl = 2 hoch Hostbits minus 2
Das minus 2 steht meist für:
Netzadresse
und
Broadcastadresse
Merksatz:
Mehr Hostbits bedeuten mehr mögliche Hosts.
Häufige Präfixe
| Präfix | Maske | Adressen | nutzbare Hosts |
|---|---|---|---|
| /24 | 255.255.255.0 | 256 | 254 |
| /25 | 255.255.255.128 | 128 | 126 |
| /26 | 255.255.255.192 | 64 | 62 |
| /27 | 255.255.255.224 | 32 | 30 |
| /28 | 255.255.255.240 | 16 | 14 |
| /29 | 255.255.255.248 | 8 | 6 |
| /30 | 255.255.255.252 | 4 | 2 |
Merksatz:
Pro zusätzlichem Netzbit halbiert sich die Hostanzahl.
Subnetting-Grundregel
Wenn der Präfix größer wird:
mehr Netzbits
weniger Hostbits
kleinere Subnetze
Wenn der Präfix kleiner wird:
weniger Netzbits
mehr Hostbits
größere Subnetze
Merksatz:
/25 ist kleiner als /24.
/23 ist größer als /24.
Broadcast wiederholen
Die Broadcastadresse ist die letzte Adresse eines IPv4-Subnetzes.
Sie dient dazu, alle Hosts im Subnetz zu erreichen.
Beispiel bei:
192.168.1.0/24
Broadcast:
192.168.1.255
Merksatz:
Broadcast = letzte Adresse im IPv4-Subnetz.
Netzadresse wiederholen
Die Netzadresse ist die erste Adresse eines Subnetzes.
Sie beschreibt das Netzwerk selbst.
Beispiel bei:
192.168.1.0/24
Netzadresse:
192.168.1.0
Merksatz:
Netzadresse = erste Adresse im Subnetz.
Erste und letzte nutzbare Adresse
Bei einem normalen IPv4-Subnetz gilt:
erste nutzbare Adresse:
Netzadresse plus 1
letzte nutzbare Adresse:
Broadcastadresse minus 1
Beispiel:
Netz:
192.168.1.0/24
erste nutzbare:
192.168.1.1
letzte nutzbare:
192.168.1.254
Merksatz:
Erste nutzbare = Netzadresse + 1.
Letzte nutzbare = Broadcast - 1.
Gateway wiederholen
Das Standardgateway ist der Router, über den ein Host andere Netze erreicht.
Ohne Gateway funktioniert meist nur Kommunikation im eigenen Subnetz.
Merksatz:
Gateway = Ausgang in andere Netze.
DNS wiederholen
DNS übersetzt Namen in IP-Adressen.
Beispiel:
www.example.com
wird zu:
IP-Adresse
Typische Fehler:
falscher DNS-Server
DNS-Server nicht erreichbar
falscher DNS-Eintrag
DNS-Cache veraltet
Split-DNS bei VPN falsch
Merksatz:
Wenn IP funktioniert,
aber Name nicht:
DNS prüfen.
DHCP wiederholen
DHCP verteilt automatisch Netzwerkkonfiguration.
Typische Informationen:
IP-Adresse
Subnetzmaske
Gateway
DNS-Server
Lease-Zeit
Merksatz:
DHCP nimmt Clients die manuelle IP-Konfiguration ab.
DHCP-Ablauf DORA
DORA steht für:
Discover
Offer
Request
Acknowledge
Ablauf:
Client sucht DHCP-Server.
Server bietet Adresse an.
Client fordert Adresse an.
Server bestätigt die Vergabe.
Merksatz:
DHCP-DORA = Discover,
Offer,
Request,
Acknowledge.
ARP wiederholen
ARP löst IPv4-Adresse in MAC-Adresse auf.
Es funktioniert im lokalen Netz.
Beispiel:
Wer hat 192.168.1.1?
Antwort:
MAC-Adresse des Gateways
Merksatz:
ARP verbindet IPv4 und MAC im lokalen Netz.
Switching wiederholen
Ein Switch arbeitet hauptsächlich auf Schicht 2.
Er lernt MAC-Adressen an Ports und leitet Frames passend weiter.
Wenn die Ziel-MAC unbekannt ist, wird geflutet.
Merksatz:
Switch lernt MAC-Adressen und baut eine MAC-Adresstabelle.
VLAN wiederholen
VLANs trennen ein physisches Netzwerk logisch in mehrere getrennte Netze.
Vorteile:
bessere Struktur
weniger Broadcastverkehr pro Segment
Sicherheitszonen
Trennung von Abteilungen
Trennung von Gastnetz und internem Netz
Merksatz:
VLAN trennt logisch auf Schicht 2.
Access-Port und Trunk-Port
Access-Port:
gehört zu einem VLAN
meist für Endgeräte
Trunk-Port:
transportiert mehrere VLANs
meist zwischen Switches,
Router
oder Firewall
Merksatz:
Access = ein VLAN.
Trunk = mehrere VLANs.
Routing wiederholen
Routing verbindet verschiedene IP-Netze.
Router entscheiden anhand der Routing-Tabelle, wohin Pakete weitergeleitet werden.
Merksatz:
Routing verbindet Netze.
Routing-Tabelle wiederholen
Eine Routing-Tabelle enthält:
Zielnetz
Gateway oder Next Hop
Interface
Metrik
Wichtig:
Die spezifischste passende Route gewinnt.
Merksatz:
Routing-Tabelle bestimmt den nächsten Weg.
ICMP wiederholen
ICMP wird für Kontroll- und Fehlermeldungen genutzt.
Typische Werkzeuge:
ping
traceroute
Merksatz:
ICMP hilft bei Diagnose,
ist aber kein Transportprotokoll für Anwendungen.
TCP wiederholen
TCP ist verbindungsorientiert und zuverlässig.
Eigenschaften:
Verbindungsaufbau
Reihenfolge
Bestätigung
Wiederholung verlorener Daten
Flusskontrolle
Fehlererkennung
Merksatz:
TCP = zuverlässig und verbindungsorientiert.
UDP wiederholen
UDP ist verbindungslos und schlanker.
Eigenschaften:
kein Verbindungsaufbau
keine eingebaute Zustellgarantie
wenig Overhead
schnell
Typische Anwendungen:
DNS
DHCP
VoIP
Streaming
Gaming
Merksatz:
UDP = schnell und verbindungslos.
TCP und UDP vergleichen
| Merkmal | TCP | UDP |
|---|---|---|
| Verbindung | verbindungsorientiert | verbindungslos |
| Zuverlässigkeit | hoch | keine eingebaute Garantie |
| Reihenfolge | wird gesichert | nicht garantiert |
| Overhead | höher | geringer |
| Beispiele | HTTP, HTTPS, SSH, SMTP | DNS, DHCP, VoIP |
Merksatz:
TCP sicherer in der Zustellung.
UDP schneller und einfacher.
NAT wiederholen
NAT steht für:
Network Address Translation
NAT übersetzt IP-Adressen.
Häufigster Fall:
private interne IP-Adressen werden beim Internetzugriff in eine öffentliche IP-Adresse übersetzt.
Merksatz:
NAT übersetzt Adressen.
PAT wiederholen
PAT steht für:
Port Address Translation
Dabei nutzen viele interne Geräte eine öffentliche IP-Adresse und werden über Ports unterschieden.
Merksatz:
PAT ermöglicht vielen Clients Internetzugriff über eine öffentliche IP.
Portweiterleitung wiederholen
Portweiterleitung leitet eingehenden Verkehr von außen an einen internen Dienst weiter.
Beispiel:
Extern TCP 443
wird weitergeleitet zu
internem Webserver TCP 443
Merksatz:
Portweiterleitung macht interne Dienste von außen erreichbar.
Firewall wiederholen
Eine Firewall filtert Netzwerkverkehr anhand von Regeln.
Typische Kriterien:
Quelle
Ziel
Port
Protokoll
Richtung
Zustand
Benutzer je nach System
Anwendung je nach System
Merksatz:
Firewall entscheidet,
welcher Verkehr erlaubt oder blockiert wird.
DMZ wiederholen
Eine DMZ ist ein getrenntes Netzwerksegment für öffentlich erreichbare Dienste.
Beispiele:
Webserver
Reverse Proxy
Mail-Gateway
VPN-Gateway
Ziel:
interne Netze schützen
Merksatz:
DMZ trennt öffentliche Dienste vom internen Netz.
VPN wiederholen
VPN stellt einen verschlüsselten Tunnel her.
Typische Arten:
Remote-Access-VPN
Site-to-Site-VPN
Merksatz:
VPN verbindet Netze oder Benutzer sicher über unsichere Netze.
Cloud-Modelle wiederholen
| Modell | Bedeutung |
|---|---|
| IaaS | virtuelle Infrastruktur |
| PaaS | Plattform für Anwendungen |
| SaaS | fertige Anwendung |
Merksatz:
IaaS bietet Infrastruktur.
PaaS bietet Plattform.
SaaS bietet fertige Software.
Cloud-Bereitstellungsmodelle wiederholen
| Modell | Bedeutung |
|---|---|
| Public Cloud | öffentlich angebotene Cloud |
| Private Cloud | Cloud für eine Organisation |
| Hybrid Cloud | Kombination aus lokal und Cloud |
| Multi Cloud | mehrere Cloud-Anbieter |
Merksatz:
Hybrid beschreibt Mischung der Betriebsorte.
Multi Cloud beschreibt mehrere Anbieter.
In der Cloud teilen sich Anbieter und Kunde Verantwortung.
Grundidee:
Anbieter schützt die Cloud-Infrastruktur.
Kunde schützt seine Daten,
Identitäten,
Konfigurationen
und Zugriffe.
Merksatz:
Cloud-Anbieter übernimmt nicht automatisch alle Sicherheitsaufgaben.
Informationssicherheit wiederholen
Wichtige Schutzziele:
Vertraulichkeit
Integrität
Verfügbarkeit
Zusätzlich wichtig:
Authentizität
Nichtabstreitbarkeit
Merksatz:
CIA-Triade = Vertraulichkeit,
Integrität,
Verfügbarkeit.
Typische Angriffe wiederholen
Wichtige Angriffe:
Malware
Ransomware
Phishing
Social Engineering
DoS
DDoS
Man-in-the-Middle
Spoofing
SQL Injection
XSS
CSRF
Brute Force
Credential Stuffing
Merksatz:
Angriff immer dem betroffenen Schutzziel zuordnen.
Typische Schutzmaßnahmen wiederholen
Wichtige Schutzmaßnahmen:
Patchmanagement
Hardening
Firewall
IDS
IPS
EDR
SIEM
MFA
Backup
Netzwerksegmentierung
Least Privilege
Monitoring
Logging
Schulung
Incident Response
Merksatz:
Sicherheit entsteht durch mehrere Schutzschichten.
Backup wiederholen
Backup bedeutet:
Sicherung von Daten,
Systemen
oder Konfigurationen.
Restore bedeutet:
Wiederherstellung aus Backup.
Wichtig:
Backup ohne Restore-Test ist unsicher.
Merksatz:
Backup ist erst sicher,
wenn Restore getestet wurde.
RPO und RTO wiederholen
RPO:
maximal akzeptabler Datenverlust
RTO:
maximal akzeptable Wiederherstellungszeit
Merksatz:
RPO = Datenverlust.
RTO = Wiederherstellungszeit.
Prüfungsvorgehen bei Rechenaufgaben
Bei Rechenaufgaben wichtig:
Einheiten beachten.
Bits und Bytes unterscheiden.
Mbit/s und MB/s nicht verwechseln.
Netzadresse und Broadcast prüfen.
Hostanzahl mit Hostbits berechnen.
Zwischenschritte sauber notieren.
Ergebnis auf Plausibilität prüfen.
Merksatz:
Viele Fehler entstehen durch Einheiten und Präfixe.
Bit und Byte wiederholen
1 Byte besteht aus:
8 Bit
Beispiele:
100 Mbit/s
ist nicht dasselbe wie:
100 MB/s
Umrechnung:
Bit durch 8 = Byte
Byte mal 8 = Bit
Merksatz:
Bit ist klein b.
Byte ist großes B.
Typische Einheitenfallen
| Schreibweise | Bedeutung |
|---|---|
| b | Bit |
| B | Byte |
| kbit | Kilobit |
| kB | Kilobyte |
| Mbit | Megabit |
| MB | Megabyte |
| Gbit | Gigabit |
| GB | Gigabyte |
Merksatz:
Großes B ist Byte.
Kleines b ist Bit.
Prüfungsstrategie bei Fehlersuche
Bei Fehlersuche:
Problem genau lesen.
Symptome markieren.
Betroffene Systeme erkennen.
Funktioniert IP?
Funktioniert DNS?
Ist Gateway korrekt?
Ist Dienst erreichbar?
Ist Port offen?
Gibt es Firewall-Regeln?
Gab es Änderungen?
Was ist die wahrscheinlichste Ursache?
Merksatz:
Symptome zuerst,
Lösung danach.
Signalwörter in Prüfungsaufgaben
Typische Signalwörter:
| Signalwort | Hinweis |
|---|---|
| IP geht, Name nicht | DNS |
| lokal geht, Internet nicht | Gateway oder NAT |
| nur ein VLAN betroffen | VLAN oder Routing |
| nur ein Dienst betroffen | Port, Dienst, Firewall |
| alle Dienste langsam | Netzwerk, Last, DNS oder Speicher |
| Anmeldung schlägt fehl | Authentifizierung oder Konto |
| Zugriff verweigert | Autorisierung oder Rechte |
| Zertifikatswarnung | Zertifikat, Hostname oder Zeit |
| nach Update defekt | Änderung, Version, Kompatibilität |
| nur extern nicht erreichbar | Firewall, NAT, DNS, Provider |
Merksatz:
Signalwörter zeigen die Richtung der Fehlersuche.
Typische IHK-Prüfungsfallen
OSI-Schichten verwechseln.
TCP und UDP verwechseln.
MAC,
IP
und Port verwechseln.
DNS und DHCP verwechseln.
NAT und Portweiterleitung verwechseln.
Firewall und Router verwechseln.
VLAN trennt Schicht 2,
Routing verbindet Netze.
ping prüft ICMP,
nicht jeden Dienst.
Kein ping bedeutet nicht automatisch Ziel offline.
IP funktioniert,
Name nicht:
DNS prüfen.
RDP nutzt TCP 3389.
SSH nutzt TCP 22.
SMB nutzt TCP 445.
HTTPS nutzt TCP 443.
DHCP nutzt UDP 67 und 68.
DNS nutzt häufig UDP 53,
je nach Fall auch TCP 53.
FTP ist unverschlüsselt.
SFTP ist nicht FTPS.
Backup,
Replikation
und Synchronisation unterscheiden.
RPO und RTO unterscheiden.
Authentifizierung und Autorisierung unterscheiden.
Least Privilege nicht mit Need to Know verwechseln.
Prüfungsantworten kurz und fachlich formulieren
Eine gute Prüfungsantwort ist:
fachlich korrekt
kurz
begründet
auf die Aufgabe bezogen
ohne unnötiges Ausschweifen
Schlechtes Beispiel:
Vielleicht liegt es am Internet.
Besser:
Da die Verbindung zur IP-Adresse funktioniert,
aber die Namensauflösung fehlschlägt,
liegt wahrscheinlich ein DNS-Problem vor.
Merksatz:
Antwort immer aus dem Fehlerbild begründen.
Beispiel: DNS-Fehler erkennen
Fehlerbild:
Webseite ist per IP erreichbar,
aber nicht per Namen.
Wahrscheinliche Ursache:
DNS-Problem
Prüfung:
DNS-Server prüfen
nslookup oder dig nutzen
DNS-Cache prüfen
richtigen DNS-Server konfigurieren
Merksatz:
IP ja,
Name nein:
DNS.
Beispiel: Gateway-Fehler erkennen
Fehlerbild:
Client erreicht lokale Systeme,
aber keine externen Netze.
Wahrscheinliche Ursache:
Standardgateway fehlt oder ist falsch.
Prüfung:
IP-Konfiguration prüfen
Gateway prüfen
Routing-Tabelle prüfen
Gateway anpingen
Merksatz:
Lokal ja,
extern nein:
Gateway prüfen.
Beispiel: Firewall-Fehler erkennen
Fehlerbild:
Server ist erreichbar,
aber bestimmter Dienst nicht.
Mögliche Ursache:
Port wird blockiert
Dienst läuft nicht
Firewall-Regel fehlt
Prüfung:
Dienststatus prüfen
Port prüfen
Firewall-Regeln prüfen
Logs prüfen
Merksatz:
Host erreichbar,
Dienst nicht:
Port,
Dienst
und Firewall prüfen.
Beispiel: Rechteproblem erkennen
Fehlerbild:
Benutzer kann sich anmelden,
aber Datei nicht öffnen.
Wahrscheinliche Ursache:
Autorisierungs- oder Berechtigungsproblem
Prüfung:
Gruppenmitgliedschaft
Freigaberechte
Dateisystemrechte
ACL
Deny-Regeln
Merksatz:
Anmeldung erfolgreich,
Zugriff verweigert:
Rechte prüfen.
Beispiel: Zertifikatsproblem erkennen
Fehlerbild:
Browser meldet Zertifikatswarnung.
Mögliche Ursachen:
Zertifikat abgelaufen
Hostname passt nicht
Zertifikatskette unvollständig
Systemzeit falsch
falsches Zertifikat installiert
Merksatz:
Zertifikatsfehler:
Ablauf,
Name,
Kette
und Zeit prüfen.
Checkliste: letzte Wiederholung vor der Prüfung
OSI-Schichten sicher können.
TCP/IP-Modell sicher können.
MAC,
IP
und Port unterscheiden.
Private IP-Bereiche kennen.
Subnetting üben.
Netzadresse und Broadcast berechnen.
Gateway,
DNS
und DHCP unterscheiden.
TCP und UDP vergleichen.
Standardports wiederholen.
NAT,
PAT
und Portweiterleitung unterscheiden.
Firewall-Regeln verstehen.
VLAN und Routing unterscheiden.
VPN-Arten wiederholen.
Cloud-Modelle unterscheiden.
Sicherheitsangriffe zuordnen.
Schutzmaßnahmen nennen können.
Backup,
Restore,
RPO
und RTO unterscheiden.
Rechte,
Rollen
und Gruppen verstehen.
Logging,
Monitoring
und Alerting unterscheiden.
Fehlersuche systematisch erklären.
Merksatz:
Wer sauber zuordnet,
löst viele Prüfungsaufgaben sicherer.
IHK-sichere Kurzformulierung
In der Prüfungsvorbereitung sollten Netzwerkthemen nicht isoliert, sondern im Zusammenhang wiederholt werden. Das OSI-Modell hilft bei der strukturierten Fehlersuche, während das TCP/IP-Modell die praktische Kommunikation beschreibt. MAC-Adressen arbeiten auf Schicht 2, IP-Adressen auf Schicht 3 und Ports auf Schicht 4. DNS löst Namen auf, DHCP verteilt Netzwerkkonfiguration und das Gateway verbindet einen Host mit anderen Netzen. TCP ist verbindungsorientiert und zuverlässig, UDP ist verbindungslos und schlank. Firewalls filtern Verkehr, NAT übersetzt Adressen, VPNs verschlüsseln Verbindungen und Backups ermöglichen Wiederherstellung. Bei Prüfungsaufgaben sollten Symptome genau gelesen, Signalwörter erkannt und Lösungen fachlich kurz begründet werden.
Wichtigste Merksätze
Prüfungsvorbereitung heißt Zusammenhänge verstehen.
Erst Aufgabe lesen,
dann Lösung ableiten.
OSI hilft bei Fehlersuche.
TCP/IP beschreibt praktische Kommunikation.
Kapselung verpackt Daten schichtweise.
MAC ist Schicht 2.
IP ist Schicht 3.
Port ist Schicht 4.
MAC lokal,
IP logisch,
Port Dienst.
IPv4 hat 32 Bit.
Präfix bestimmt Netz- und Hostanteil.
Pro Netzbit weniger halbiert sich die Hostanzahl.
Pro Hostbit mehr verdoppelt sich die Hostanzahl.
Netzadresse ist erste Adresse.
Broadcast ist letzte Adresse.
Gateway führt in andere Netze.
DNS löst Namen auf.
DHCP verteilt IP-Konfiguration.
ARP löst IPv4 zu MAC auf.
Switch lernt MAC-Adressen.
VLAN trennt logisch.
Routing verbindet Netze.
ICMP hilft bei Diagnose.
TCP ist zuverlässig.
UDP ist schnell und verbindungslos.
NAT übersetzt Adressen.
PAT nutzt Ports zur Zuordnung.
Firewall filtert Verkehr.
DMZ trennt öffentliche Dienste.
VPN verschlüsselt Verbindungen.
IaaS,
PaaS
und SaaS unterscheiden.
Public,
Private,
Hybrid
und Multi Cloud unterscheiden.
Vertraulichkeit,
Integrität
und Verfügbarkeit unterscheiden.
Angriff dem Schutzziel zuordnen.
Schutzmaßnahmen kombinieren.
Backup ohne Restore-Test ist unsicher.
RPO ist Datenverlust.
RTO ist Wiederherstellungszeit.
Bit und Byte unterscheiden.
IP funktioniert,
Name nicht:
DNS prüfen.
Lokal geht,
extern nicht:
Gateway prüfen.
Host geht,
Dienst nicht:
Port,
Dienst
und Firewall prüfen.
Anmeldung geht,
Zugriff nicht:
Rechte prüfen.
Zertifikatsfehler:
Ablauf,
Name,
Kette
und Zeit prüfen.
Signalwörter erkennen.
Prüfungsantwort kurz,
fachlich
und begründet formulieren.