20.9 Trainer – VPN, Intranet, Extranet und sicherer Fernzugriff
Diese Trainer-Seite wiederholt VPN, Intranet, Extranet, VPN-Arten, VPN-Protokolle, VPN-Routing, DNS und typische Fehler beim sicheren Fernzugriff.
Ziel ist, typische Prüfungsfragen zu verschlüsseltem Zugriff, Standortvernetzung, Remote-Arbeit und VPN-Fehlersuche sicher zu beantworten.
Merksatz:
VPN verbindet sicher über unsichere Netze.
Intranet ist intern.
Extranet ist kontrollierter Zugriff für Externe.
Lernziele
Nach dieser Seite solltest du sicher können:
- VPN erklären
- Intranet und Extranet unterscheiden
- Remote-Access-VPN und Site-to-Site-VPN unterscheiden
- VPN-Protokolle grob einordnen
- Split-Tunneling und Full-Tunneling erklären
- VPN-Routing und VPN-DNS verstehen
- typische VPN-Fehler erkennen
- Sicherheitsmaßnahmen für VPN nennen
- VPN von normaler Portweiterleitung unterscheiden
Kurzüberblick
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| VPN | verschlüsselte Verbindung über ein unsicheres Netz |
| Remote-Access-VPN | einzelner Benutzer verbindet sich ins Firmennetz |
| Site-to-Site-VPN | zwei Standorte oder Netze werden verbunden |
| Intranet | internes Netz einer Organisation |
| Extranet | kontrollierter Zugriff für externe Partner |
| Split-Tunneling | nur bestimmter Verkehr läuft durch VPN |
| Full-Tunneling | gesamter Verkehr läuft durch VPN |
| VPN-Gateway | Gegenstelle für VPN-Verbindungen |
Merksatz:
VPN ist der Tunnel.
Intranet ist intern.
Extranet ist kontrolliert extern.
Aufgabe 1
Was ist ein VPN?
Antwort anzeigen
VPN steht für:
Virtual Private Network
Ein VPN stellt eine geschützte Verbindung über ein unsicheres Netz her, zum Beispiel über das Internet.
Typische Ziele:
Vertraulichkeit
Integrität
Authentifizierung
sicherer Fernzugriff
Merksatz:
VPN = verschlüsselter Tunnel über unsicheres Netz.
Aufgabe 2
Warum nutzt man VPN?
Antwort anzeigen
VPN wird genutzt für:
sicheren Fernzugriff
Homeoffice
Standortvernetzung
Zugriff auf interne Dienste
geschützte Administration
sichere Kommunikation über das Internet
Merksatz:
VPN ermöglicht sicheren Zugriff auf interne Ressourcen.
Aufgabe 3
Was ist ein Intranet?
Antwort anzeigen
Ein Intranet ist ein internes Netzwerk oder internes Informationssystem einer Organisation.
Typische Inhalte:
interne Webseiten
interne Dokumente
interne Anwendungen
interne Dateiablagen
interne Kommunikation
Zugriff:
normalerweise nur für berechtigte interne Benutzer.
Merksatz:
Intranet = internes Netz oder internes Informationssystem.
Aufgabe 4
Was ist ein Extranet?
Antwort anzeigen
Ein Extranet ist ein kontrollierter Zugriff auf interne Dienste für externe Personen oder Organisationen.
Beispiele:
Lieferantenportal
Kundenportal
Partnerzugang
externer Dienstleisterzugriff
Wichtig:
Zugriff ist begrenzt und kontrolliert.
Merksatz:
Extranet = kontrollierter Zugriff für Externe.
Aufgabe 5
Was ist der Unterschied zwischen Intranet und Extranet?
Antwort anzeigen
Intranet:
internes Netzwerk oder interne Dienste für eigene Organisation
Extranet:
kontrollierter Zugriff für externe Partner,
Kunden
oder Dienstleister
Merksatz:
Intranet intern.
Extranet kontrolliert extern.
Aufgabe 6
Was ist ein Remote-Access-VPN?
Antwort anzeigen
Remote-Access-VPN bedeutet:
Ein einzelner Benutzer oder Client verbindet sich von außen sicher ins Firmennetz.
Typische Nutzung:
Homeoffice
Außendienst
Administratorzugriff
Zugriff auf interne Anwendungen
Merksatz:
Remote-Access-VPN = einzelner Benutzer ins Netz.
Aufgabe 7
Was ist ein Site-to-Site-VPN?
Antwort anzeigen
Site-to-Site-VPN bedeutet:
Zwei Netzwerke oder Standorte werden über einen VPN-Tunnel verbunden.
Beispiele:
Hauptstandort zu Filiale
Rechenzentrum zu Cloud-Netz
Firma zu Partnernetz
Merksatz:
Site-to-Site-VPN = Netz zu Netz.
Aufgabe 8
Ordne zu.
| VPN-Art | Bedeutung |
|---|---|
| Remote-Access-VPN | ? |
| Site-to-Site-VPN | ? |
Antwort anzeigen
| VPN-Art | Bedeutung |
|---|---|
| Remote-Access-VPN | einzelner Benutzer verbindet sich ins Firmennetz |
| Site-to-Site-VPN | zwei Standorte oder Netze werden verbunden |
Merksatz:
Remote Access = Benutzer.
Site-to-Site = Standort.
Aufgabe 9
Was ist ein VPN-Gateway?
Antwort anzeigen
Ein VPN-Gateway ist die Gegenstelle, an der VPN-Verbindungen aufgebaut werden.
Beispiele:
Firewall
Router
VPN-Server
Cloud-VPN-Gateway
Aufgabe:
VPN-Tunnel terminieren
Benutzer oder Gegenstelle authentifizieren
Verkehr entschlüsseln und weiterleiten
Merksatz:
VPN-Gateway = Eingangspunkt des VPN-Tunnels.
Aufgabe 10
Was bedeutet Tunnel bei VPN?
Antwort anzeigen
Ein Tunnel bedeutet:
Daten werden in eine geschützte Verbindung eingepackt
und über ein anderes Netz transportiert.
Der eigentliche Datenverkehr ist dabei für das unsichere Netz geschützt.
Merksatz:
Tunnel = geschützter Transportweg durch ein anderes Netz.
Aufgabe 11
Welche Schutzziele unterstützt VPN besonders?
Antwort anzeigen
VPN unterstützt besonders:
Vertraulichkeit
Integrität
Authentizität
Begründung:
Daten werden verschlüsselt,
Manipulationen können erkannt werden
und Gegenstellen werden authentifiziert.
Merksatz:
VPN schützt nicht nur den Weg,
sondern auch Identität und Datenintegrität.
Aufgabe 12
Was ist Split-Tunneling?
Antwort anzeigen
Split-Tunneling bedeutet:
Nur bestimmter Verkehr läuft durch den VPN-Tunnel.
Beispiel:
Zugriff auf Firmennetz läuft durch VPN.
normaler Internetverkehr läuft direkt ins Internet.
Vorteil:
weniger Last auf VPN-Gateway
oft bessere Internetgeschwindigkeit
Risiko:
weniger zentrale Kontrolle des gesamten Verkehrs
Merksatz:
Split-Tunneling = nur ausgewählter Verkehr durch VPN.
Aufgabe 13
Was ist Full-Tunneling?
Antwort anzeigen
Full-Tunneling bedeutet:
Der gesamte Netzwerkverkehr des Clients läuft durch den VPN-Tunnel.
Beispiel:
interne Dienste
Internetzugriff
DNS
Webverkehr
alles wird über das Firmennetz geleitet.
Vorteil:
zentrale Kontrolle
einheitliche Sicherheitsrichtlinien
Nachteil:
mehr Last auf VPN-Infrastruktur
Merksatz:
Full-Tunneling = gesamter Verkehr durch VPN.
Aufgabe 14
Vergleiche Split-Tunneling und Full-Tunneling.
| Merkmal | Split-Tunneling | Full-Tunneling |
|---|---|---|
| Verkehr durch VPN | ? | ? |
| Last auf VPN | ? | ? |
| zentrale Kontrolle | ? | ? |
| typisches Risiko | ? | ? |
Antwort anzeigen
| Merkmal | Split-Tunneling | Full-Tunneling |
|---|---|---|
| Verkehr durch VPN | nur ausgewählter Verkehr | gesamter Verkehr |
| Last auf VPN | geringer | höher |
| zentrale Kontrolle | geringer | stärker |
| typisches Risiko | weniger Kontrolle über Direktverkehr | VPN-Gateway stärker belastet |
Merksatz:
Split spart Last.
Full gibt mehr Kontrolle.
Aufgabe 15
Was ist IPsec?
Antwort anzeigen
IPsec ist eine Protokollfamilie zur Absicherung von IP-Kommunikation.
Typische Nutzung:
Site-to-Site-VPN
Remote-Access-VPN
Eigenschaften:
Verschlüsselung
Integritätsschutz
Authentifizierung
Merksatz:
IPsec sichert IP-Verkehr.
Aufgabe 16
Was ist IKEv2?
Antwort anzeigen
IKEv2 steht für:
Internet Key Exchange Version 2
Aufgabe:
Aufbau und Aushandlung von IPsec-Verbindungen unterstützen.
IKEv2 wird häufig zusammen mit IPsec genutzt.
Merksatz:
IKEv2 hilft beim Aufbau von IPsec-VPNs.
Aufgabe 17
Was ist OpenVPN?
Antwort anzeigen
OpenVPN ist eine VPN-Lösung, die häufig TLS zur Absicherung verwendet.
Typische Nutzung:
Remote-Access-VPN
flexible VPN-Szenarien
Eigenschaften:
weit verbreitet
zertifikatsbasiert möglich
über TCP oder UDP betreibbar
Merksatz:
OpenVPN nutzt häufig TLS und ist flexibel einsetzbar.
Aufgabe 18
Was ist WireGuard?
Antwort anzeigen
WireGuard ist ein modernes VPN-Protokoll.
Eigenschaften:
schlank
vergleichsweise einfach konfigurierbar
nutzt moderne Kryptografie
häufig gute Performance
Merksatz:
WireGuard ist ein schlankes modernes VPN-Protokoll.
Aufgabe 19
Was ist ein TLS-VPN?
Antwort anzeigen
Ein TLS-VPN nutzt TLS zur Absicherung der Verbindung.
Typisch:
Zugriff über VPN-Client
teilweise Zugriff über Browserportal
sichere Verbindung über bekannte Web-Techniken
Merksatz:
TLS-VPN nutzt TLS für geschützte Kommunikation.
Aufgabe 20
Ordne die VPN-Protokolle grob zu.
| Begriff | Einordnung |
|---|---|
| IPsec | ? |
| IKEv2 | ? |
| OpenVPN | ? |
| WireGuard | ? |
| TLS-VPN | ? |
Antwort anzeigen
| Begriff | Einordnung |
|---|---|
| IPsec | Sicherung von IP-Kommunikation |
| IKEv2 | Aushandlung und Aufbau von IPsec |
| OpenVPN | flexible VPN-Lösung, häufig TLS-basiert |
| WireGuard | modernes schlankes VPN-Protokoll |
| TLS-VPN | VPN über TLS-gesicherte Verbindung |
Merksatz:
IPsec sichert IP.
IKEv2 handelt IPsec aus.
OpenVPN und TLS-VPN nutzen TLS-Techniken.
WireGuard ist modern und schlank.
Aufgabe 21
Warum braucht ein VPN Authentifizierung?
Antwort anzeigen
VPN muss prüfen, wer oder was sich verbinden darf.
Mögliche Verfahren:
Benutzername und Passwort
MFA
Zertifikate
Schlüssel
Geräteprüfung
Ziel:
nur berechtigte Benutzer oder Standorte dürfen Zugriff erhalten.
Merksatz:
VPN ohne starke Authentifizierung ist ein hohes Risiko.
Aufgabe 22
Warum ist MFA bei VPN sinnvoll?
Antwort anzeigen
MFA schützt, wenn ein Passwort gestohlen wurde.
Ohne MFA reicht ein gestohlenes Passwort eventuell für VPN-Zugriff.
Mit MFA wird zusätzlich ein zweiter Faktor benötigt.
Merksatz:
VPN plus MFA schützt besser gegen Passwortmissbrauch.
Aufgabe 23
Welche Risiken entstehen bei offenem VPN-Zugang ohne MFA?
Antwort anzeigen
Risiken:
Passwortmissbrauch
Brute-Force-Angriffe
Credential Stuffing
unberechtigter Zugriff ins interne Netz
laterale Bewegung nach erfolgreichem Login
Datenabfluss
Merksatz:
VPN-Zugang ist ein Eingang ins Netz und muss stark geschützt werden.
Aufgabe 24
Was ist VPN-Routing?
Antwort anzeigen
VPN-Routing bestimmt, welche Zielnetze über den VPN-Tunnel erreichbar sind.
Beispiele:
10.10.0.0/16 über VPN
192.168.50.0/24 über VPN
Wichtig:
Routen müssen auf Client,
VPN-Gateway
und Gegenseite passen.
Merksatz:
VPN-Tunnel allein reicht nicht.
Die Routen müssen stimmen.
Aufgabe 25
Ein VPN verbindet sich erfolgreich, aber interne Server sind nicht erreichbar.
Welche Ursachen sind wahrscheinlich?
Antwort anzeigen
Mögliche Ursachen:
fehlende VPN-Route
falsche Route
Firewall-Regel blockiert
DNS löst falsch auf
Benutzer hat keine Berechtigung
Zielnetz nicht erlaubt
Rückroute fehlt
IP-Adresskonflikt
Merksatz:
VPN verbunden heißt nicht automatisch,
dass alle internen Dienste erreichbar sind.
Aufgabe 26
Was ist ein IP-Adresskonflikt bei VPN?
Antwort anzeigen
Ein IP-Adresskonflikt entsteht, wenn das lokale Netz des Benutzers denselben IP-Bereich nutzt wie das entfernte Firmennetz.
Beispiel:
Heimnetz:
192.168.1.0/24
Firmennetz:
192.168.1.0/24
Problem:
Der Client kann nicht eindeutig entscheiden,
ob ein Ziel lokal oder über VPN erreichbar ist.
Merksatz:
Gleiche Netze auf beiden Seiten verursachen VPN-Routingprobleme.
Aufgabe 27
Warum ist DNS bei VPN wichtig?
Antwort anzeigen
Interne Dienste werden oft über interne Namen angesprochen.
Beispiele:
intranet.firma.local
fileserver.intern
app.firma.de intern
VPN muss häufig passende DNS-Server oder DNS-Suffixe bereitstellen.
Merksatz:
VPN braucht oft internes DNS.
Aufgabe 28
VPN ist verbunden. Zugriff per interner IP funktioniert, aber per Name nicht.
Was ist wahrscheinlich?
Antwort anzeigen
Wahrscheinlich:
DNS-Problem im VPN
Mögliche Ursachen:
falscher DNS-Server
DNS-Server nicht über VPN erreichbar
DNS-Suffix fehlt
Split-DNS falsch
DNS-Cache veraltet
Merksatz:
VPN-IP ja,
VPN-Name nein:
VPN-DNS prüfen.
Aufgabe 29
Was ist Split-DNS bei VPN?
Antwort anzeigen
Split-DNS bedeutet:
interne und externe DNS-Auflösung liefern unterschiedliche Antworten.
Beispiel:
intern über VPN:
app.firma.de zeigt auf private IP
extern:
app.firma.de zeigt auf öffentliche IP
Merksatz:
Split-DNS sorgt dafür,
dass interne Namen über VPN passend aufgelöst werden.
Aufgabe 30
Warum kann eine Firewall VPN-Verkehr blockieren?
Antwort anzeigen
Firewalls können VPN-Verkehr blockieren, wenn benötigte Protokolle oder Ports nicht erlaubt sind.
Außerdem können Regeln nach erfolgreichem VPN-Aufbau den Zugriff auf interne Ziele blockieren.
Prüfen:
VPN-Aufbau erlaubt?
Zielnetz erlaubt?
Benutzergruppe erlaubt?
Port zum Ziel erlaubt?
Richtung korrekt?
Logs prüfen.
Merksatz:
VPN braucht Regeln für Tunnelaufbau und Zielzugriff.
Aufgabe 31
Warum ist ein VPN sicherer als eine direkte Portweiterleitung auf RDP?
Antwort anzeigen
Bei direkter Portweiterleitung ist RDP direkt aus dem Internet erreichbar.
Risiken:
Brute Force
Exploits
Credential Stuffing
Bei VPN:
RDP ist nicht direkt öffentlich erreichbar.
Erst nach VPN-Authentifizierung ist Zugriff möglich.
Zusätzlich sinnvoll:
MFA
Firewall-Regeln
Logging
Zugriff nur für Adminnetz oder Benutzergruppen
Merksatz:
VPN schützt Adminzugriffe besser als direkt veröffentlichte Ports.
Aufgabe 32
Ist VPN automatisch sicher?
Antwort anzeigen
Nein.
VPN muss sicher konfiguriert werden.
Wichtige Maßnahmen:
MFA
starke Authentifizierung
aktuelle VPN-Software
sichere Verschlüsselung
Rechtebegrenzung
Logging
Zugriff nach Gruppen
Geräteprüfung
keine unnötigen Zielnetze freigeben
Merksatz:
VPN ist nur so sicher wie seine Konfiguration.
Aufgabe 33
Was ist Least Privilege bei VPN?
Antwort anzeigen
Least Privilege bei VPN bedeutet:
Benutzer erhalten nur Zugriff auf die Netze und Dienste,
die sie wirklich benötigen.
Beispiele:
Dienstleister nur auf einen Server
Mitarbeiter nur auf benötigte Anwendungen
Adminzugriff nur aus Adminrollen
Merksatz:
VPN-Zugang nicht pauschal ins gesamte Netz erlauben.
Aufgabe 34
Was sollte bei VPN protokolliert werden?
Antwort anzeigen
Sinnvolle Logs:
erfolgreiche Anmeldungen
fehlgeschlagene Anmeldungen
Benutzername
Quell-IP
Zeitpunkt
zugewiesene VPN-IP
verwendete Authentifizierung
getrennte Verbindungen
auffällige Loginversuche
Zugriff auf Zielsysteme je nach System
Merksatz:
VPN-Logs sind wichtig für Sicherheit und Fehlersuche.
Aufgabe 35
Was ist ein Site-to-Site-VPN zwischen Firma und Cloud?
Antwort anzeigen
Ein Site-to-Site-VPN zwischen Firma und Cloud verbindet:
lokales Firmennetz
mit
Cloud-Netzwerk
Beispiel:
internes Rechenzentrum
zu
Cloud-VPC oder virtuellem Netzwerk
Ziel:
private Kommunikation zwischen Standorten und Cloud-Ressourcen.
Merksatz:
Site-to-Site kann auch On-Premises und Cloud verbinden.
Aufgabe 36
Ein Site-to-Site-VPN ist aufgebaut, aber nur eine Richtung funktioniert.
Welche Ursachen sind möglich?
Antwort anzeigen
Mögliche Ursachen:
Rückroute fehlt
Firewall blockiert Rückverkehr
falsche Phase-2-Netze bei IPsec
NAT-Regel greift falsch
asymmetrisches Routing
Security Group oder Cloud-Firewall blockiert
lokale ACL blockiert
Merksatz:
Kommunikation braucht Hinweg und Rückweg.
Aufgabe 37
Was ist ein VPN-Client?
Antwort anzeigen
Ein VPN-Client ist die Software oder Funktion auf dem Endgerät, die eine VPN-Verbindung zum VPN-Gateway aufbaut.
Beispiele:
Firmenlaptop mit VPN-Software
Smartphone mit VPN-Profil
Betriebssystemeigener VPN-Client
Merksatz:
VPN-Client baut den Tunnel zum Gateway auf.
Aufgabe 38
Welche Antwort ist besser?
Aufgabe:
VPN ist verbunden,
aber interne Namen funktionieren nicht.
Was prüfen Sie?
Antwort A:
Internet ist kaputt.
Antwort B:
Da interne IP-Adressen erreichbar sind,
interne Namen aber nicht,
sollte die DNS-Konfiguration des VPN geprüft werden,
insbesondere interner DNS-Server,
DNS-Suffix,
Split-DNS
und Erreichbarkeit des DNS-Servers.
Antwort anzeigen
B ist besser.
Begründung:
Die Antwort leitet die Prüfung aus dem Fehlerbild ab
und unterscheidet IP-Erreichbarkeit von Namensauflösung.
Merksatz:
IP ja,
Name nein:
DNS.
Aufgabe 39
Welche Antwort ist besser?
Aufgabe:
Warum sollte ein Dienstleister über VPN nicht automatisch Zugriff auf das gesamte Netz erhalten?
Antwort A:
Weil Dienstleister extern sind.
Antwort B:
Nach dem Least-Privilege-Prinzip sollte ein Dienstleister nur Zugriff auf die Systeme und Dienste erhalten,
die er für seine Aufgabe benötigt.
Dadurch wird das Risiko bei kompromittierten Zugangsdaten oder Fehlverhalten begrenzt.
Antwort anzeigen
B ist besser.
Begründung:
Die Antwort nennt das Prinzip
und erklärt die Sicherheitswirkung.
Merksatz:
Sicherheitsantwort:
Risiko,
Maßnahme,
Wirkung.
Aufgabe 40
Welche Antwort ist besser?
Aufgabe:
Warum ist VPN besser als RDP direkt ins Internet weiterzuleiten?
Antwort A:
VPN klingt sicherer.
Antwort B:
Bei direkter RDP-Portweiterleitung ist der RDP-Dienst öffentlich erreichbar und damit Angriffen ausgesetzt.
Bei VPN muss sich der Benutzer zuerst am VPN authentifizieren.
Erst danach kann der Zugriff auf RDP zusätzlich per Firewall,
MFA
und Berechtigungen eingeschränkt werden.
Antwort anzeigen
B ist besser.
Begründung:
Die Antwort nennt das konkrete Risiko
und beschreibt die bessere Schutzwirkung.
Merksatz:
Nicht Adminports veröffentlichen,
sondern sicheren Zugang davor setzen.
Mini-Prüfung: schnelle Zuordnung
| Frage | Antwort |
|---|---|
| Wofür steht VPN? | Virtual Private Network |
| Was macht ein VPN? | verschlüsselte Verbindung über unsicheres Netz |
| Was ist Remote-Access-VPN? | Benutzer verbindet sich ins Firmennetz |
| Was ist Site-to-Site-VPN? | Netz verbindet sich mit Netz |
| Was ist Intranet? | internes Netz oder interne Dienste |
| Was ist Extranet? | kontrollierter Zugriff für Externe |
| Was ist Split-Tunneling? | nur bestimmter Verkehr durch VPN |
| Was ist Full-Tunneling? | gesamter Verkehr durch VPN |
| Was ist ein VPN-Gateway? | Gegenstelle des VPN-Tunnels |
| Warum MFA bei VPN? | Passwort allein reicht nicht |
| Warum VPN-DNS? | interne Namen auflösen |
| Was ist IP-Adresskonflikt? | gleiche Netze lokal und remote |
Mini-Prüfung: Fehlerbild erkennen
| Fehlerbild | Wahrscheinliches Thema |
|---|---|
| VPN verbindet nicht | Zugangsdaten, MFA, Gateway, Netzwerk, Firewall |
| VPN verbunden, aber kein internes Ziel erreichbar | Route, Firewall, Berechtigung, Zielnetz |
| interne IP geht, Name nicht | VPN-DNS |
| nur ein internes Netz erreichbar | VPN-Routen oder Berechtigungen |
| Verbindung bricht regelmäßig ab | Timeout, Netzwerk, WLAN, Client, Gateway |
| Site-to-Site nur in eine Richtung | Rückroute oder Firewall |
| Heimnetz und Firmennetz gleich | IP-Adresskonflikt |
| Dienstleister sieht zu viele Systeme | Least Privilege fehlt |
| RDP direkt offen | Sicherheitsrisiko |
| VPN-Loginversuche sehr häufig | Brute Force oder Credential Stuffing |
IHK-sichere Kurzformulierung
Ein VPN ist ein virtuelles privates Netzwerk, das eine geschützte Verbindung über ein unsicheres Netz wie das Internet herstellt. Remote-Access-VPN verbindet einzelne Benutzer sicher mit einem Firmennetz, während Site-to-Site-VPN zwei Netzwerke oder Standorte verbindet. Intranet bezeichnet interne Dienste einer Organisation, Extranet kontrollierten Zugriff für externe Partner oder Dienstleister. Split-Tunneling leitet nur bestimmten Verkehr durch den VPN-Tunnel, Full-Tunneling den gesamten Verkehr. Für VPN-Sicherheit sind starke Authentifizierung, MFA, aktuelle Software, passende Firewall-Regeln, Logging und Least Privilege wichtig. Eine erfolgreiche VPN-Verbindung bedeutet nicht automatisch, dass Routing, DNS und Zugriffsrechte korrekt funktionieren.
Merksätze
VPN = Virtual Private Network.
VPN verbindet sicher über unsichere Netze.
Remote-Access-VPN = Benutzer ins Netz.
Site-to-Site-VPN = Netz zu Netz.
Intranet = intern.
Extranet = kontrolliert extern.
VPN-Gateway = Gegenstelle des Tunnels.
Tunnel = geschützter Transportweg.
Split-Tunneling = nur ausgewählter Verkehr über VPN.
Full-Tunneling = gesamter Verkehr über VPN.
IPsec sichert IP-Kommunikation.
IKEv2 hilft beim IPsec-Aufbau.
OpenVPN nutzt häufig TLS.
WireGuard ist schlank und modern.
TLS-VPN nutzt TLS.
VPN braucht starke Authentifizierung.
MFA schützt VPN-Zugang.
VPN ist ein Eingang ins Netz.
VPN verbunden heißt nicht:
alle Dienste funktionieren.
VPN braucht passende Routen.
VPN braucht oft internes DNS.
IP ja,
Name nein:
DNS.
Gleiche Netze lokal und remote verursachen Routingprobleme.
Kommunikation braucht Hinweg und Rückweg.
Dienstleisterzugriff nach Least Privilege begrenzen.
VPN-Logs sind wichtig.
RDP nicht direkt ins Internet weiterleiten.
Adminzugriffe besser über VPN,
MFA
und Firewall beschränken.
VPN ist nur so sicher wie seine Konfiguration.