20.8 Trainer – Firewall, NAT, PAT, Portweiterleitung und DMZ
Diese Trainer-Seite wiederholt Firewalls, NAT, PAT, Portweiterleitung und DMZ.
Ziel ist, typische Prüfungsfragen zu Sicherheitszonen, Firewall-Regeln, Adressübersetzung, öffentlichen Diensten und Fehlersuche sicher zu beantworten.
Merksatz:
Firewall filtert.
NAT übersetzt.
PAT nutzt Ports.
DMZ trennt öffentliche Dienste vom internen Netz.
Lernziele
Nach dieser Seite solltest du sicher können:
- Firewall und NAT unterscheiden
- Firewall-Regeln fachlich sauber beschreiben
- Default Deny erklären
- Any-to-Any-Regeln bewerten
- NAT,
PAT
und Portweiterleitung unterscheiden
- private IPv4-Adressen einordnen
- DMZ erklären
- Sicherheitszonen verstehen
- typische Fehler bei Firewall,
NAT
und Portweiterleitung erkennen
Kurzüberblick
| Begriff | Hauptaufgabe |
|---|---|
| Firewall | Verkehr erlauben oder blockieren |
| NAT | IP-Adressen übersetzen |
| PAT | IP-Adressen und Ports übersetzen |
| Portweiterleitung | externen Port auf internen Dienst weiterleiten |
| DMZ | öffentlich erreichbare Dienste vom internen Netz trennen |
| Default Deny | standardmäßig blockieren, nur gezielt erlauben |
| Any-to-Any | jede Quelle zu jedem Ziel, meist kritisch |
Merksatz:
Nicht alles,
was auf demselben Gerät läuft,
ist fachlich dasselbe.
Aufgabe 1
Was macht eine Firewall?
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Eine Firewall filtert Netzwerkverkehr.
Sie entscheidet anhand von Regeln, ob Verkehr erlaubt oder blockiert wird.
Typische Kriterien:
Quelle
Ziel
Port
Protokoll
Richtung
Zone
Benutzer
Anwendung
Zustand der Verbindung
Merksatz:
Firewall = kontrollierter Verkehr.
Aufgabe 2
Welche Angaben gehören in eine saubere Firewall-Regel?
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Eine saubere Firewall-Regel enthält:
Quelle
Ziel
Protokoll
Port
Richtung
Aktion
Zweck
Verantwortlicher
Datum oder Änderungsgrund
Beispiel:
| Quelle | Ziel | Protokoll | Port | Aktion | Zweck |
|---|---|---|---|---|---|
| Adminnetz | Server | TCP | 22 | erlauben | SSH-Administration |
| Internet | Datenbank | TCP | 5432 | blockieren | Datenbank schützen |
| Clientnetz | Webserver-DMZ | TCP | 443 | erlauben | HTTPS-Zugriff |
Merksatz:
Firewall-Regeln brauchen Quelle,
Ziel,
Port,
Protokoll
und Zweck.
Aufgabe 3
Was bedeutet Default Deny?
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Default Deny bedeutet:
Standardmäßig ist Verkehr verboten.
Nur ausdrücklich erlaubter Verkehr wird zugelassen.
Vorteile:
kleinere Angriffsfläche
bessere Kontrolle
weniger unbeabsichtigte Freigaben
klarere Sicherheitsstruktur
Merksatz:
Erst blockieren,
dann gezielt erlauben.
Aufgabe 4
Warum ist eine Any-to-Any-Regel kritisch?
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Any-to-Any bedeutet:
jede Quelle
zu
jedem Ziel
Risiken:
sehr große Angriffsfläche
schlechte Nachvollziehbarkeit
Sicherheitszonen werden umgangen
unnötige Freigaben
Fehler schwerer erkennbar
Besser:
genaue Regel mit Quelle,
Ziel,
Port,
Protokoll
und dokumentiertem Zweck.
Merksatz:
Any-to-Any ist fast immer kritisch.
Aufgabe 5
Was ist der Unterschied zwischen Stateless Firewall und Stateful Firewall?
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Stateless Firewall:
prüft jedes Paket einzeln
merkt sich keinen Verbindungszustand
Stateful Firewall:
merkt sich bestehende Verbindungen
lässt Antwortpakete zu bestehenden Verbindungen automatisch zu
Beispiel:
Client startet HTTPS-Verbindung nach außen.
Stateful Firewall erkennt,
dass die Antwortpakete zur bestehenden Verbindung gehören.
Merksatz:
Stateful Firewall kennt Verbindungszustände.
Aufgabe 6
Was ist eine Firewall-Zone?
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Eine Firewall-Zone ist ein Netzbereich mit bestimmtem Schutzbedarf.
Beispiele:
Internet
DMZ
internes Netz
Servernetz
Clientnetz
Gastnetz
Managementnetz
Ziel:
Regeln übersichtlich nach Sicherheitsbereichen aufbauen.
Merksatz:
Zonen strukturieren Sicherheitsregeln.
Aufgabe 7
Was ist eine DMZ?
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DMZ steht für:
Demilitarized Zone
Eine DMZ ist ein getrenntes Netzwerk für Dienste, die von außen erreichbar sein müssen.
Beispiele:
Webserver
Reverse Proxy
Mail-Gateway
VPN-Gateway
Ziel:
öffentliche Dienste vom internen Netz trennen.
Merksatz:
DMZ trennt öffentliche Dienste vom internen Netz.
Aufgabe 8
Warum stellt man öffentlich erreichbare Server nicht direkt ins interne Netz?
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Öffentlich erreichbare Server haben eine größere Angriffsfläche.
Wenn ein solcher Server kompromittiert wird, soll der Angreifer nicht direkt Zugriff auf interne Systeme erhalten.
Deshalb werden solche Systeme in eine DMZ gestellt und durch Firewall-Regeln vom internen Netz getrennt.
Merksatz:
Öffentliche Dienste gehören in eine getrennte Zone.
Aufgabe 9
Welche Regel ist sicherer?
A:
Internet zu internes Netz,
any,
erlauben
B:
Internet zu Webserver-DMZ,
TCP 443,
erlauben
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Sicherer ist:
B
Begründung:
Die Regel ist gezielter.
Sie erlaubt nur HTTPS-Verkehr zum Webserver in der DMZ.
Regel A erlaubt dagegen sehr breit Verkehr aus dem Internet ins interne Netz.
Merksatz:
Je genauer die Regel,
desto besser kontrollierbar.
Aufgabe 10
Was ist NAT?
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NAT steht für:
Network Address Translation
Aufgabe:
IP-Adressen übersetzen.
Typischer Einsatz:
private interne IPv4-Adressen werden beim Zugriff ins Internet
in eine öffentliche IPv4-Adresse übersetzt.
Merksatz:
NAT übersetzt Adressen.
Aufgabe 11
Warum wird NAT häufig eingesetzt?
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Gründe:
private IPv4-Adressen intern nutzen
öffentliche IPv4-Adressen sparen
vielen Clients Internetzugriff ermöglichen
interne Adressen nach außen verbergen
Wichtig:
NAT ersetzt keine Firewall.
Merksatz:
NAT hilft bei Adressübersetzung,
ist aber kein vollständiges Sicherheitskonzept.
Aufgabe 12
Welche privaten IPv4-Bereiche gibt es?
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Private IPv4-Bereiche:
| Bereich | CIDR |
|---|---|
| 10.0.0.0 bis 10.255.255.255 | 10.0.0.0/8 |
| 172.16.0.0 bis 172.31.255.255 | 172.16.0.0/12 |
| 192.168.0.0 bis 192.168.255.255 | 192.168.0.0/16 |
Merksatz:
Private IPv4-Adressen werden im Internet nicht direkt geroutet.
Aufgabe 13
Was ist PAT?
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PAT steht für:
Port Address Translation
PAT ist eine Form von NAT, bei der zusätzlich Portnummern genutzt werden.
Zweck:
Viele interne Clients können über eine öffentliche IP-Adresse ins Internet,
weil Verbindungen über Ports unterschieden werden.
Merksatz:
PAT nutzt Ports zur Unterscheidung mehrerer Verbindungen.
Aufgabe 14
Was ist der Unterschied zwischen NAT und PAT?
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NAT:
übersetzt IP-Adressen
PAT:
übersetzt IP-Adressen und Ports
Typischer Praxisfall:
Viele interne Geräte nutzen über PAT eine gemeinsame öffentliche IP-Adresse.
Merksatz:
NAT übersetzt Adressen.
PAT übersetzt Adressen und Ports.
Aufgabe 15
Was ist Portweiterleitung?
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Portweiterleitung bedeutet:
Eingehender Verkehr auf einem externen Port
wird an einen internen Dienst weitergeleitet.
Beispiel:
öffentliche IP:
TCP 443
wird weitergeleitet an:
interner Webserver:
192.168.10.20 TCP 443
Merksatz:
Portweiterleitung macht interne Dienste von außen erreichbar.
Aufgabe 16
Warum erhöht Portweiterleitung die Angriffsfläche?
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Portweiterleitung macht einen internen Dienst von außen erreichbar.
Dadurch kann der Dienst aus dem Internet angegriffen werden.
Risiken:
Exploits
Brute-Force-Angriffe
Fehlkonfiguration
Datenabfluss
DoS
Schutzmaßnahmen:
nur notwendige Ports freigeben
Dienst patchen
starke Authentifizierung
TLS nutzen
Logging aktivieren
Zugriff einschränken
DMZ verwenden
Merksatz:
Jeder veröffentlichte Port ist eine mögliche Angriffsfläche.
Aufgabe 17
Was ist der Unterschied zwischen ausgehendem NAT und Portweiterleitung?
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Ausgehendes NAT:
interne Clients greifen nach außen zu
private IP wird nach außen übersetzt
Portweiterleitung:
externe Clients greifen auf internen Dienst zu
externer Port wird nach intern weitergeleitet
Merksatz:
NAT nach außen ist nicht dasselbe wie Zugriff von außen nach innen.
Aufgabe 18
Was ist der Unterschied zwischen NAT und Firewall?
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NAT:
übersetzt Adressen
Firewall:
erlaubt oder blockiert Verkehr
Wichtig:
Viele Geräte kombinieren beide Funktionen.
Fachlich bleiben sie verschieden.
Merksatz:
NAT übersetzt.
Firewall filtert.
Aufgabe 19
Ein Client erreicht lokale Geräte, aber keine Internetziele.
Welche Themen sind wahrscheinlich?
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Mögliche Ursachen:
Standardgateway fehlt
Standardgateway falsch
Routingfehler
NAT fehlt oder fehlerhaft
Firewall blockiert
Providerverbindung gestört
DNS zusätzlich bei Zugriff über Namen
Merksatz:
Lokal ja,
extern nein:
Gateway,
Routing,
NAT
oder Firewall prüfen.
Aufgabe 20
Ein Client erreicht eine externe IP-Adresse, aber keine Webseite per Namen.
Ist NAT wahrscheinlich das Hauptproblem?
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Eher nein.
Wenn externe IP-Adressen erreichbar sind, funktionieren Gateway, Routing und NAT wahrscheinlich grundsätzlich.
Wenn nur Namen nicht funktionieren, ist DNS wahrscheinlicher.
Merksatz:
IP ja,
Name nein:
DNS.
Aufgabe 21
Eine Portweiterleitung auf einen internen Webserver funktioniert nicht.
Nenne mögliche Ursachen.
Antwort anzeigen
Mögliche Ursachen:
falscher externer Port
falsche interne IP-Adresse
falscher interner Port
Webdienst läuft nicht
Dienst lauscht nicht auf richtiger Schnittstelle
lokale Firewall blockiert
Router-Firewall blockiert
NAT-Regel fehlt oder falsch
DNS zeigt auf falsche öffentliche IP
doppeltes NAT
CGNAT beim Provider
Zertifikat oder Anwendung fehlerhaft
Merksatz:
Portweiterleitung braucht DNS,
NAT,
Firewall
und laufenden Dienst.
Aufgabe 22
Was ist doppeltes NAT?
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Doppeltes NAT bedeutet:
Verkehr wird durch zwei NAT-Geräte übersetzt.
Beispiel:
Provider-Router
und dahinter
eigener Router
Problem:
Portweiterleitungen werden schwieriger,
weil beide Geräte korrekt konfiguriert werden müssen.
Merksatz:
Doppeltes NAT erschwert eingehende Verbindungen.
Aufgabe 23
Was ist CGNAT?
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CGNAT steht für:
Carrier-Grade NAT
Dabei teilt der Provider öffentliche IPv4-Adressen auf mehrere Kunden auf.
Problem:
Der Kunde hat oft keine eigene öffentlich erreichbare IPv4-Adresse.
Eingehende Portweiterleitungen funktionieren dadurch meist nicht direkt.
Merksatz:
CGNAT erschwert Zugriff von außen auf eigene Dienste.
Aufgabe 24
Warum kann eine Portweiterleitung trotz korrekter Router-Regel nicht funktionieren, wenn der Provider CGNAT nutzt?
Antwort anzeigen
Bei CGNAT liegt die öffentliche IPv4-Adresse nicht direkt am eigenen Router.
Der Router ist hinter einer NAT-Struktur des Providers.
Dadurch erreichen eingehende Verbindungen die eigene Portweiterleitung nicht direkt.
Merksatz:
Ohne eigene öffentliche IPv4-Adresse ist Portweiterleitung von außen schwierig.
Aufgabe 25
Was ist Hairpin NAT oder NAT Loopback?
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Hairpin NAT oder NAT Loopback bedeutet:
Ein interner Client greift über die öffentliche Adresse oder Domain
auf einen internen Dienst zu.
Der Router leitet die Verbindung wieder zurück ins interne Netz.
Problem:
Nicht jeder Router unterstützt das sauber.
Merksatz:
Hairpin NAT betrifft internen Zugriff über externe Adresse.
Aufgabe 26
Warum kann ein Dienst intern funktionieren, aber extern nicht?
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Mögliche Ursachen:
Portweiterleitung fehlt
externe Firewall blockiert
öffentliche IP falsch
DNS zeigt falsch
doppeltes NAT
CGNAT
Dienst bindet nur an interne Adresse
Zertifikat oder Hostname falsch
Provider blockiert Port
Merksatz:
Intern erreichbar heißt nicht automatisch extern erreichbar.
Aufgabe 27
Warum kann ein Dienst extern funktionieren, aber intern über die öffentliche Domain nicht?
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Mögliche Ursachen:
Hairpin NAT fehlt
Split-DNS fehlt
interne DNS-Auflösung zeigt auf falsche Adresse
Firewall-Regel für internen Zugriff fehlt
Zertifikat oder Hostname passt nicht
Merksatz:
Externe Domain intern nutzen:
Hairpin NAT oder Split-DNS prüfen.
Aufgabe 28
Was ist Split-DNS im Zusammenhang mit internen Diensten?
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Split-DNS bedeutet:
Ein Name kann intern und extern unterschiedlich aufgelöst werden.
Beispiel:
extern:
app.firma.de zeigt auf öffentliche IP
intern:
app.firma.de zeigt auf interne IP
Vorteil:
interne Clients können den Dienst direkt intern erreichen,
ohne Hairpin NAT zu benötigen.
Merksatz:
Split-DNS kann interne und externe Wege trennen.
Aufgabe 29
Ein Webserver in der DMZ soll aus dem Internet erreichbar sein.
Welche Regel ist sinnvoll?
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Sinnvolle Regel:
Quelle:
Internet
Ziel:
Webserver in der DMZ
Protokoll:
TCP
Port:
443
Aktion:
erlauben
Zweck:
HTTPS-Zugriff auf Webserver
Wichtig:
Nicht pauschal Zugriff vom Internet ins interne Netz erlauben.
Merksatz:
Öffentlich nur den benötigten Dienst freigeben.
Aufgabe 30
Ein Webserver in der DMZ braucht Zugriff auf eine interne Datenbank.
Wie sollte die Regel aussehen?
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Gezielte Regel:
Quelle:
Webserver-DMZ
Ziel:
Datenbankserver intern
Protokoll:
TCP
Port:
Datenbankport,
zum Beispiel 5432 oder 3306
Aktion:
erlauben
Zweck:
Anwendung greift auf Datenbank zu
Wichtig:
Nur exakt benötigten Zugriff erlauben.
Kein Any-to-Any zwischen DMZ und internem Netz.
Merksatz:
DMZ zu intern nur minimal und gezielt erlauben.
Aufgabe 31
Warum sollte ein Datenbankserver nicht direkt aus dem Internet erreichbar sein?
Antwort anzeigen
Ein Datenbankserver enthält oft sensible Daten und ist ein attraktives Angriffsziel.
Risiken:
Brute Force
Exploits
Datenabfluss
Manipulation
DoS
Besser:
Zugriff nur vom Anwendungsserver
Firewall-Beschränkung
kein direkter Internetzugriff
starke Authentifizierung
Monitoring
Merksatz:
Datenbankports gehören nicht offen ins Internet.
Aufgabe 32
Was ist eine gute Regel für ein Gastnetz?
Antwort anzeigen
Typische Regeln:
Gastnetz zu Internet:
erlauben
Gastnetz zu internem Netz:
blockieren
Gastnetz zu Managementnetz:
blockieren
Gastnetz zu Servernetz:
blockieren,
außer ausdrücklich benötigte Dienste
Merksatz:
Gastnetz nur ins Internet,
nicht ins interne Netz.
Aufgabe 33
Was ist eine gute Regel für ein Managementnetz?
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Ein Managementnetz sollte nur für Administration genutzt werden.
Typische Regeln:
Adminnetz zu Servern:
benötigte Adminports erlauben
Adminnetz zu Switches:
SSH oder HTTPS erlauben
normale Clientnetze zu Management:
blockieren
Internet zu Management:
blockieren
Merksatz:
Managementzugänge besonders schützen.
Aufgabe 34
Ein Porttest von außen schlägt fehl. Welche Punkte prüfst du?
Antwort anzeigen
Prüfen:
richtige öffentliche IP?
DNS zeigt auf richtige IP?
Portweiterleitung korrekt?
externe Firewall erlaubt?
interne Firewall erlaubt?
Dienst läuft intern?
Dienst lauscht auf richtigem Port?
Dienst lauscht auf richtiger Schnittstelle?
doppeltes NAT?
CGNAT?
Provider blockiert Port?
Merksatz:
Externer Porttest:
DNS,
NAT,
Firewall,
Dienst
und Provider prüfen.
Aufgabe 35
Warum reicht die Aussage „Firewall prüfen“ in der Prüfung oft nicht aus?
Antwort anzeigen
Die Aussage ist zu ungenau.
Besser ist:
Quelle prüfen
Ziel prüfen
Port prüfen
Protokoll prüfen
Richtung prüfen
Zone prüfen
Regelreihenfolge prüfen
Firewall-Logs prüfen
Merksatz:
Firewallprüfung braucht konkrete Angaben.
Aufgabe 36
Was ist Regelreihenfolge bei Firewalls?
Antwort anzeigen
Viele Firewalls verarbeiten Regeln in einer bestimmten Reihenfolge.
Eine frühere Regel kann spätere Regeln überdecken.
Beispiel:
Eine Block-Regel vor einer Erlauben-Regel kann Zugriff verhindern.
Merksatz:
Bei Firewalls auch Regelreihenfolge prüfen.
Aufgabe 37
Welche Antwort ist besser?
Aufgabe:
Warum ersetzt NAT keine Firewall?
Antwort A:
Weil NAT anders heißt.
Antwort B:
NAT übersetzt IP-Adressen.
Eine Firewall entscheidet dagegen,
welcher Verkehr erlaubt oder blockiert wird.
NAT kann interne Adressen verbergen,
ersetzt aber keine gezielte Zugriffskontrolle.
Antwort anzeigen
B ist besser.
Begründung:
Die Antwort trennt die Funktionen fachlich korrekt.
Merksatz:
NAT übersetzt,
Firewall kontrolliert.
Aufgabe 38
Welche Antwort ist besser?
Aufgabe:
Warum ist eine DMZ sinnvoll?
Antwort A:
Weil man das bei Servern macht.
Antwort B:
Eine DMZ trennt öffentlich erreichbare Dienste vom internen Netz.
Wenn ein Server in der DMZ kompromittiert wird,
soll der Zugriff auf interne Systeme durch Firewall-Regeln begrenzt bleiben.
Antwort anzeigen
B ist besser.
Begründung:
Die Antwort erklärt den Sicherheitszweck der DMZ.
Merksatz:
DMZ begrenzt Schaden bei öffentlichen Diensten.
Aufgabe 39
Welche Antwort ist besser?
Aufgabe:
Eine Portweiterleitung funktioniert nicht.
Nennen Sie sinnvolle Prüfungen.
Antwort A:
Router ist wahrscheinlich kaputt.
Antwort B:
Es sollten öffentliche IP,
DNS,
externer Port,
interne Ziel-IP,
interner Port,
Dienststatus,
lokale Firewall,
Router-Firewall,
doppeltes NAT
und CGNAT geprüft werden.
Antwort anzeigen
B ist besser.
Begründung:
Die Antwort nennt systematisch die beteiligten Komponenten.
Merksatz:
Portweiterleitung ist Zusammenspiel aus DNS,
NAT,
Firewall
und Dienst.
Aufgabe 40
Welche Antwort ist besser?
Aufgabe:
Warum ist Any-to-Any kritisch?
Antwort A:
Weil viel erlaubt ist.
Antwort B:
Any-to-Any erlaubt Verkehr von jeder Quelle zu jedem Ziel.
Dadurch entsteht eine große Angriffsfläche,
Sicherheitszonen werden umgangen
und die Regel ist schwer nachvollziehbar.
Besser sind gezielte Regeln mit Quelle,
Ziel,
Port,
Protokoll
und Zweck.
Antwort anzeigen
B ist besser.
Begründung:
Die Antwort nennt konkrete Risiken
und eine bessere Alternative.
Merksatz:
Bewertung braucht Risiko und bessere Maßnahme.
Mini-Prüfung: schnelle Zuordnung
| Frage | Antwort |
|---|---|
| Was macht eine Firewall? | Verkehr filtern |
| Was macht NAT? | IP-Adressen übersetzen |
| Was macht PAT? | IP-Adressen und Ports übersetzen |
| Was macht Portweiterleitung? | externen Port nach intern weiterleiten |
| Was bedeutet DMZ? | getrennte Zone für öffentliche Dienste |
| Was bedeutet Default Deny? | standardmäßig blockieren |
| Warum ist Any-to-Any kritisch? | zu breite Freigabe |
| Was sind private IPv4-Bereiche? | 10/8, 172.16/12, 192.168/16 |
| Was ist CGNAT? | NAT beim Provider |
| Was ist doppeltes NAT? | zwei NAT-Geräte hintereinander |
| Was ist Split-DNS? | interne und externe Namensauflösung unterschiedlich |
| Was ist Hairpin NAT? | interner Zugriff über öffentliche Adresse |
Mini-Prüfung: Fehlerbild erkennen
| Fehlerbild | Wahrscheinliches Thema |
|---|---|
| lokal geht, Internet nicht | Gateway, Routing, NAT, Firewall |
| externe IP geht, Name nicht | DNS |
| Portweiterleitung extern geht nicht | NAT, Firewall, DNS, Dienst, CGNAT |
| intern geht, extern nicht | Portweiterleitung, Firewall, öffentliche IP |
| extern geht, intern über Domain nicht | Hairpin NAT oder Split-DNS |
| nur bestimmter Port geht nicht | Firewall, Dienst, Portregel |
| DMZ-Server erreicht Datenbank nicht | Regel DMZ zu intern prüfen |
| Gastnetz erreicht interne Server | Firewall-Regeln oder VLAN-Trennung falsch |
| Datenbank öffentlich erreichbar | Sicherheitsrisiko |
| Any-to-Any-Regel vorhanden | Sicherheitsrisiko |
IHK-sichere Kurzformulierung
Eine Firewall filtert Netzwerkverkehr anhand von Regeln wie Quelle, Ziel, Port, Protokoll, Richtung und Aktion. NAT übersetzt IP-Adressen, während PAT zusätzlich Portnummern nutzt, damit mehrere interne Clients über eine öffentliche IP-Adresse kommunizieren können. Portweiterleitung leitet eingehenden Verkehr von einem externen Port an einen internen Dienst weiter und erhöht dadurch die Angriffsfläche. Eine DMZ ist ein getrenntes Netzwerk für öffentlich erreichbare Dienste, damit diese vom internen Netz getrennt sind. Default Deny bedeutet, dass Verkehr standardmäßig blockiert und nur gezielt erlaubt wird. Any-to-Any-Regeln sind kritisch, weil sie sehr breite Kommunikation erlauben und Sicherheitszonen umgehen können.
Merksätze
Firewall filtert.
NAT übersetzt.
PAT nutzt Ports.
Portweiterleitung veröffentlicht interne Dienste.
DMZ trennt öffentliche Dienste vom internen Netz.
Default Deny ist sicherer als alles erlauben.
Any-to-Any ist kritisch.
Firewall-Regeln brauchen Quelle,
Ziel,
Port,
Protokoll,
Richtung
und Zweck.
Stateful Firewall kennt Verbindungen.
Stateless Firewall prüft Pakete einzeln.
NAT ersetzt keine Firewall.
Private IPv4-Adressen werden im Internet nicht direkt geroutet.
10.0.0.0/8 ist privat.
172.16.0.0/12 ist privat.
192.168.0.0/16 ist privat.
PAT ermöglicht vielen Clients eine öffentliche IP.
Portweiterleitung erhöht die Angriffsfläche.
Öffentliche Dienste gehören in eine DMZ.
Datenbankports gehören nicht offen ins Internet.
Gastnetz gehört nicht ins interne Netz.
Managementzugänge besonders schützen.
Doppeltes NAT erschwert Portweiterleitungen.
CGNAT erschwert eingehende Verbindungen.
Hairpin NAT betrifft internen Zugriff über öffentliche Adresse.
Split-DNS kann interne und externe Wege trennen.
Portweiterleitung braucht DNS,
NAT,
Firewall
und Dienst.
Firewallprüfung braucht konkrete Angaben.
Regelreihenfolge beachten.
DMZ zu intern nur minimal erlauben.
Je genauer die Regel,
desto besser kontrollierbar.