18.3 Prüfungschecklisten nach Themen
Diese Seite dient als kompakte Wiederholung, um kurz vor der Prüfung die wichtigsten Themen systematisch zu prüfen.
Sie ist nach Themenbereichen aufgebaut.
Ziel ist:
- Lücken erkennen
- Begriffe sauber unterscheiden
- typische Fehler vermeiden
- prüfungssichere Kurzantworten vorbereiten
- Zusammenhänge wiederholen
Merksatz:
Eine Checkliste hilft,
Wissen geordnet zu wiederholen.
Checkliste: OSI-Modell
Das solltest du sicher können:
OSI-Schichten 1 bis 7 benennen.
Aufgabe jeder Schicht erklären.
typische Protokolle und Geräte zuordnen.
Fehlerbilder passenden Schichten zuordnen.
Kapselung erklären.
PDUs zuordnen.
| Schicht | Name | Typische Begriffe |
|---|---|---|
| 7 | Anwendung | HTTP, DNS, DHCP, SMTP |
| 6 | Darstellung | TLS, Verschlüsselung, Codierung |
| 5 | Sitzung | Session, Sitzungsaufbau |
| 4 | Transport | TCP, UDP, Ports |
| 3 | Vermittlung | IP, Routing, ICMP |
| 2 | Sicherung | MAC, Ethernet, Switch, VLAN, ARP |
| 1 | Bitübertragung | Kabel, Signal, Stecker, Funk |
Merksatz:
OSI ist ein Denkmodell für Kommunikation und Fehlersuche.
Checkliste: TCP/IP-Modell
Das solltest du sicher können:
TCP/IP-Schichten benennen.
TCP/IP-Schichten grob OSI zuordnen.
Protokolle passend einordnen.
Unterschied zwischen OSI und TCP/IP erklären.
| TCP/IP-Schicht | Entspricht grob OSI | Beispiele |
|---|---|---|
| Anwendung | 5 bis 7 | HTTP, DNS, DHCP, SMTP |
| Transport | 4 | TCP, UDP |
| Internet | 3 | IP, ICMP |
| Netzzugang | 1 bis 2 | Ethernet, WLAN, MAC |
Merksatz:
TCP/IP ist praxisnäher,
OSI ist feiner aufgeteilt.
Checkliste: Kapselung
Das solltest du sicher können:
Daten werden beim Senden schrittweise verpackt.
Jede Schicht ergänzt eigene Steuerinformationen.
Beim Empfangen wird entkapselt.
MAC,
IP
und Port gehören zu unterschiedlichen Schichten.
Reihenfolge beim Senden:
Anwendungsdaten
Segment oder Datagramm
Paket
Frame
Bits
Merksatz:
Kapselung bedeutet:
jede Schicht ergänzt ihren eigenen Header.
Checkliste: MAC, IP und Port
| Begriff | Schicht | Aufgabe |
|---|---|---|
| MAC-Adresse | 2 | lokale Zustellung im LAN |
| IP-Adresse | 3 | logische Adressierung und Routing |
| Port | 4 | Zuordnung zu Dienst oder Anwendung |
Typische Prüfungsfalle:
MAC-Adresse wird nicht über Router hinweg weiterverwendet.
IP-Adresse bleibt für Routing relevant.
Port zeigt den Dienst auf dem Zielhost.
Merksatz:
MAC lokal,
IP über Netze,
Port zum Dienst.
Checkliste: IPv4
Das solltest du sicher können:
IPv4 besteht aus 32 Bit.
Darstellung in vier Oktetten.
Netzanteil und Hostanteil unterscheiden.
Präfixschreibweise verstehen.
private IPv4-Bereiche kennen.
Netzadresse,
Broadcast
und nutzbare Hosts bestimmen.
Private Bereiche:
| Bereich | CIDR |
|---|---|
| 10.0.0.0 bis 10.255.255.255 | 10.0.0.0/8 |
| 172.16.0.0 bis 172.31.255.255 | 172.16.0.0/12 |
| 192.168.0.0 bis 192.168.255.255 | 192.168.0.0/16 |
Merksatz:
Private IPv4-Adressen werden im Internet nicht direkt geroutet.
Checkliste: Subnetting
Das solltest du sicher können:
Präfix in Netzbits und Hostbits zerlegen.
Hostanzahl berechnen.
Blockgröße bestimmen.
Netzadresse finden.
Broadcastadresse finden.
erste und letzte nutzbare Adresse bestimmen.
größere und kleinere Präfixe richtig einordnen.
Formel:
nutzbare Hosts = 2 hoch Hostbits minus 2
Beispiel:
/26
Hostbits:
32 - 26 = 6
Adressen:
64
Nutzbare Hosts:
62
Merksatz:
Mehr Hostbits bedeuten mehr Hosts.
Mehr Netzbits bedeuten kleinere Subnetze.
Checkliste: häufige IPv4-Präfixe
| Präfix | Maske | Adressen | nutzbare Hosts |
|---|---|---|---|
| /24 | 255.255.255.0 | 256 | 254 |
| /25 | 255.255.255.128 | 128 | 126 |
| /26 | 255.255.255.192 | 64 | 62 |
| /27 | 255.255.255.224 | 32 | 30 |
| /28 | 255.255.255.240 | 16 | 14 |
| /29 | 255.255.255.248 | 8 | 6 |
| /30 | 255.255.255.252 | 4 | 2 |
Merksatz:
Von /24 zu /25 halbiert sich die Anzahl der Adressen.
Von /25 zu /24 verdoppelt sie sich.
Checkliste: IPv6
Das solltest du sicher können:
IPv6 hat 128 Bit.
Schreibweise in hexadezimalen Blöcken.
führende Nullen können weggelassen werden.
einmalige Kürzung mit doppeltem Doppelpunkt möglich.
kein klassischer IPv4-Broadcast.
SLAAC und DHCPv6 grob einordnen.
Link-Local-Adressen erkennen.
Wichtige Begriffe:
Global Unicast
Link-Local
Multicast
SLAAC
DHCPv6
Präfix
Merksatz:
IPv6 ist nicht einfach nur längeres IPv4.
Checkliste: Gateway und Routing
Das solltest du sicher können:
Gateway ist Router in andere Netze.
Ohne Gateway meist nur lokales Netz erreichbar.
Routing-Tabelle enthält Zielnetz,
Gateway,
Interface
und Metrik.
spezifischste Route gewinnt.
Standardroute ist Weg für unbekannte Ziele.
Typisches Fehlerbild:
lokal erreichbar,
Internet nicht erreichbar
Wahrscheinlich:
Gateway,
NAT
oder Firewall
Merksatz:
Gateway führt aus dem eigenen Netz heraus.
Checkliste: DNS
Das solltest du sicher können:
DNS löst Namen in IP-Adressen auf.
DNS kann auch Reverse Lookup liefern.
wichtige Recordtypen kennen.
DNS-Probleme von IP-Problemen unterscheiden.
nslookup oder dig als Prüfwerkzeuge kennen.
Wichtige Records:
| Record | Bedeutung |
|---|---|
| A | Name zu IPv4 |
| AAAA | Name zu IPv6 |
| CNAME | Alias |
| MX | Mailserver |
| TXT | Textinformationen |
| NS | Nameserver |
| PTR | Reverse DNS |
Merksatz:
IP funktioniert,
Name nicht:
DNS prüfen.
Checkliste: DHCP
Das solltest du sicher können:
DHCP verteilt IP-Konfiguration automatisch.
DHCP vergibt IP-Adresse,
Maske,
Gateway,
DNS
und Lease-Zeit.
DORA-Ablauf kennen.
APIPA erkennen.
DHCP-Relay grob verstehen.
DORA:
Discover
Offer
Request
Acknowledge
APIPA:
169.254.0.0/16
Merksatz:
169.254.x.x bedeutet häufig:
kein DHCP erhalten.
Checkliste: ARP
Das solltest du sicher können:
ARP löst IPv4-Adresse in MAC-Adresse auf.
ARP funktioniert im lokalen Netz.
ARP wird benötigt,
um Frames an das lokale Ziel oder Gateway zu senden.
ARP-Spoofing als Angriff kennen.
Merksatz:
ARP verbindet IPv4 und MAC im lokalen Netz.
Checkliste: Switching
Das solltest du sicher können:
Switch arbeitet hauptsächlich auf Schicht 2.
Switch lernt MAC-Adressen.
MAC-Adresstabelle ordnet MACs Ports zu.
unbekannte Ziel-MAC führt zu Flooding.
Broadcasts werden im VLAN verteilt.
Schleifen können Broadcast-Stürme verursachen.
Merksatz:
Switches leiten Frames anhand von MAC-Adressen weiter.
Checkliste: VLAN
Das solltest du sicher können:
VLAN trennt logisch auf Schicht 2.
VLANs bilden getrennte Broadcast-Domänen.
Access-Port und Trunk-Port unterscheiden.
Inter-VLAN-Routing benötigt Router oder Layer-3-Switch.
VLANs verbessern Struktur und Sicherheit,
ersetzen aber keine Firewall.
| Porttyp | Bedeutung |
|---|---|
| Access-Port | ein VLAN, meistens Endgerät |
| Trunk-Port | mehrere VLANs, meistens Verbindung zwischen Netzwerkgeräten |
Merksatz:
Access = ein VLAN.
Trunk = mehrere VLANs.
Checkliste: STP
Das solltest du sicher können:
STP verhindert Schleifen auf Schicht 2.
Schleifen können Broadcast-Stürme verursachen.
STP blockiert redundante Pfade logisch.
Redundanz ist möglich,
ohne Schleife aktiv zu nutzen.
Merksatz:
STP schützt vor Layer-2-Schleifen.
Checkliste: TCP
Das solltest du sicher können:
TCP ist verbindungsorientiert.
TCP ist zuverlässig.
TCP nutzt Bestätigungen.
TCP kann verlorene Daten erneut übertragen.
TCP stellt Reihenfolge sicher.
TCP nutzt Ports.
TCP hat mehr Overhead als UDP.
Typische Dienste:
HTTP
HTTPS
SSH
SMTP
IMAP
POP3
RDP
Merksatz:
TCP = zuverlässig und verbindungsorientiert.
Checkliste: UDP
Das solltest du sicher können:
UDP ist verbindungslos.
UDP hat wenig Overhead.
UDP garantiert keine Zustellung.
UDP garantiert keine Reihenfolge.
UDP ist gut für schnelle oder zeitkritische Kommunikation.
Typische Dienste:
DNS
DHCP
VoIP
Streaming
Gaming
Merksatz:
UDP = schnell,
schlank
und verbindungslos.
Checkliste: Standardports
| Dienst | Protokoll | Port |
|---|---|---|
| FTP | TCP | 21 |
| SSH | TCP | 22 |
| Telnet | TCP | 23 |
| SMTP | TCP | 25 |
| DNS | UDP/TCP | 53 |
| DHCP Server | UDP | 67 |
| DHCP Client | UDP | 68 |
| HTTP | TCP | 80 |
| POP3 | TCP | 110 |
| IMAP | TCP | 143 |
| HTTPS | TCP | 443 |
| SMB | TCP | 445 |
| SMTPS | TCP | 465 |
| IMAPS | TCP | 993 |
| POP3S | TCP | 995 |
| RDP | TCP | 3389 |
Merksatz:
Ports mit Dienst,
Protokoll
und Zweck lernen.
Checkliste: NAT, PAT und Portweiterleitung
Das solltest du sicher können:
NAT übersetzt IP-Adressen.
PAT nutzt zusätzlich Ports.
PAT ermöglicht vielen Clients eine öffentliche IP.
Portweiterleitung macht internen Dienst extern erreichbar.
NAT ist keine vollwertige Firewall.
Portweiterleitung erhöht Angriffsfläche.
Merksatz:
NAT übersetzt Adressen.
PAT unterscheidet über Ports.
Portweiterleitung veröffentlicht Dienste.
Checkliste: Firewall
Das solltest du sicher können:
Firewall filtert Verkehr.
Regeln enthalten Quelle,
Ziel,
Port,
Protokoll,
Richtung
und Aktion.
Default Deny ist sicherer.
Any-to-Any ist kritisch.
Stateful Firewall kennt Verbindungszustände.
Firewall-Logs helfen bei Fehlersuche.
Merksatz:
Firewall-Regeln so eng wie möglich formulieren.
Checkliste: DMZ
Das solltest du sicher können:
DMZ ist getrenntes Netz für öffentlich erreichbare Dienste.
DMZ schützt internes Netz.
DMZ-Systeme dürfen nur notwendige Verbindungen haben.
typische Systeme sind Webserver,
Reverse Proxy,
Mail-Gateway
und VPN-Gateway.
Merksatz:
DMZ trennt öffentliche Dienste vom internen Netz.
Checkliste: VPN
Das solltest du sicher können:
VPN verschlüsselt Verbindung über unsichere Netze.
Remote-Access-VPN verbindet Benutzer.
Site-to-Site-VPN verbindet Standorte.
VPN ersetzt keine Rechteverwaltung.
VPN braucht Authentifizierung,
Routing,
DNS
und Firewall-Regeln.
Merksatz:
VPN schützt den Transportweg,
aber nicht automatisch alle Zugriffe.
Checkliste: Cloud
Das solltest du sicher können:
IaaS,
PaaS
und SaaS unterscheiden.
Public,
Private,
Hybrid
und Multi Cloud unterscheiden.
Shared Responsibility erklären.
IAM als Zugriffskontrolle verstehen.
Security Groups grob einordnen.
Kostenkontrolle und Monitoring beachten.
| Modell | Bedeutung |
|---|---|
| IaaS | Infrastruktur |
| PaaS | Plattform |
| SaaS | fertige Anwendung |
Merksatz:
Cloud bedeutet geteilte Verantwortung.
Checkliste: IT-Sicherheit
Das solltest du sicher können:
Vertraulichkeit,
Integrität
und Verfügbarkeit unterscheiden.
Authentizität und Nichtabstreitbarkeit kennen.
Schwachstelle,
Bedrohung
und Risiko unterscheiden.
technische,
organisatorische,
personelle
und physische Maßnahmen unterscheiden.
Merksatz:
Schutzmaßnahme immer zum Risiko und Schutzziel passend wählen.
Checkliste: typische Angriffe
| Angriff | Kurzbeschreibung |
|---|---|
| Malware | Schadsoftware |
| Ransomware | verschlüsselt oder sperrt Daten |
| Phishing | Täuschung zur Datenpreisgabe |
| Social Engineering | Manipulation von Menschen |
| DoS | Dienstüberlastung |
| DDoS | verteilter DoS |
| MitM | Angreifer zwischen Kommunikationspartnern |
| Spoofing | Identität oder Herkunft vortäuschen |
| SQL Injection | SQL-Code einschleusen |
| XSS | Skript im Browser ausführen |
| CSRF | gültige Sitzung missbrauchen |
| Brute Force | systematisches Ausprobieren |
Merksatz:
Angriff erkennen,
Schutzziel zuordnen,
Maßnahme nennen.
Checkliste: Schutzmaßnahmen
| Risiko | Maßnahme |
|---|---|
| Passwortdiebstahl | MFA |
| Malware | EDR, Patchmanagement |
| Ransomware | Backup, Segmentierung |
| DDoS | DDoS-Schutz, CDN |
| Datenabfluss | DLP, Verschlüsselung |
| unsichere Rechte | Least Privilege |
| alte Software | Patchmanagement |
| Fehlkonfiguration | Change Management |
| unklare Vorfälle | Logging, SIEM |
| Phishing | Schulung, MFA, Mailfilter |
Merksatz:
Gute Sicherheit besteht aus mehreren Schutzschichten.
Checkliste: Benutzer und Rechte
Das solltest du sicher können:
Benutzerkonto als digitale Identität erklären.
persönliche Konten statt Sammelkonten.
Gruppen und Rollen unterscheiden.
RBAC und ABAC grob erklären.
Authentifizierung und Autorisierung unterscheiden.
Least Privilege erklären.
Admin- und Alltagskonto trennen.
Dienstkonten rechtearm betreiben.
Offboarding konsequent durchführen.
Merksatz:
Rechte müssen notwendig,
nachvollziehbar
und regelmäßig geprüft sein.
Checkliste: Logs und Monitoring
Das solltest du sicher können:
Logging und Monitoring unterscheiden.
Alerting erklären.
typische Logquellen nennen.
zentrale Logsammlung erklären.
NTP-Bedeutung für Logs kennen.
Health Checks verstehen.
Backup-Monitoring erklären.
Zertifikatsüberwachung beachten.
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| Logging | Ereignisse aufzeichnen |
| Monitoring | Zustände überwachen |
| Alerting | alarmieren |
| Reporting | auswerten |
Merksatz:
Logs zeigen Ereignisse.
Monitoring zeigt Zustände.
Checkliste: Netzwerkbefehle
| Aufgabe | Windows | Linux/macOS |
|---|---|---|
| IP prüfen | ipconfig | ip addr |
| Routing prüfen | route print | ip route |
| DNS prüfen | nslookup | dig |
| Erreichbarkeit prüfen | ping | ping |
| Route verfolgen | tracert | traceroute |
| Verbindungen prüfen | netstat | ss |
| Dienst prüfen | services.msc, PowerShell | systemctl |
| Logs prüfen | Ereignisanzeige | journalctl |
Merksatz:
Befehle liefern Fakten für die Fehlersuche.
Checkliste: Dateiübertragung
Das solltest du sicher können:
SMB,
NFS,
FTP,
FTPS,
SFTP
und SCP unterscheiden.
FTP als unverschlüsselt erkennen.
SFTP und FTPS nicht verwechseln.
SMB-Port TCP 445 kennen.
Freigabe- und Dateisystemrechte gemeinsam prüfen.
Synchronisation nicht mit Backup verwechseln.
Merksatz:
SFTP nutzt SSH.
FTPS nutzt FTP mit TLS.
Checkliste: Backup und Restore
Das solltest du sicher können:
Backup und Restore unterscheiden.
Restore-Test begründen.
Vollbackup,
inkrementell
und differenziell unterscheiden.
Snapshot einordnen.
RPO und RTO unterscheiden.
3-2-1-Regel erklären.
Immutable und Offline Backup erklären.
Redundanz,
Replikation
und Synchronisation von Backup unterscheiden.
Merksatz:
Backup ohne Restore-Test ist unsicher.
Checkliste: Dokumentation und Change Management
Das solltest du sicher können:
Dokumentation als Betriebs- und Sicherheitsmaßnahme erklären.
Systemdokumentation,
Netzwerkdokumentation
und Runbook unterscheiden.
IPAM erklären.
Netzplan erklären.
Change Management erklären.
Standard Change,
Normal Change
und Emergency Change unterscheiden.
Rollback-Plan erklären.
CMDB und Configuration Item grob einordnen.
Merksatz:
Änderungen müssen geplant,
getestet,
dokumentiert
und bei Bedarf rückgängig machbar sein.
Checkliste: typische Fehlerbilder
| Fehlerbild | Wahrscheinliche Richtung |
|---|---|
| IP geht, Name nicht | DNS |
| Lokal geht, Internet nicht | Gateway, NAT, Firewall |
| 169.254.x.x | DHCP |
| Host erreichbar, Dienst nicht | Port, Dienst, Firewall |
| Anmeldung scheitert | Authentifizierung |
| Anmeldung geht, Zugriff nicht | Autorisierung, Rechte |
| Zertifikatswarnung | Zertifikat, Hostname, Zeit |
| nur ein VLAN betroffen | VLAN, Routing, Firewall |
| nach Update defekt | Änderung, Version, Kompatibilität |
| Dateiübertragung langsam | Netzwerk, Speicher, Last |
| Backup nicht nutzbar | Restore-Test, Konsistenz, Schlüssel |
Merksatz:
Fehlerbild zuerst einordnen,
dann Maßnahme ableiten.
Checkliste: Prüfungsantwort formulieren
Eine gute Antwort enthält:
klare Ursache
Bezug zur Aufgabe
Fachbegriff
kurze Begründung
passende Prüfung oder Maßnahme
Einheit bei Berechnung
keine unnötigen Ausschweifungen
Struktur bei Fehler:
Ursache
Begründung
Prüfung
Struktur bei Sicherheit:
Risiko
Maßnahme
Wirkung
Merksatz:
Kurz,
fachlich,
begründet.
Checkliste: Rechenaufgaben
Vor Abgabe prüfen:
Bit oder Byte?
Mbit oder MB?
Präfix korrekt?
Netzbits und Hostbits korrekt?
Netzadresse korrekt?
Broadcast korrekt?
nutzbare Hosts korrekt?
Einheit angegeben?
Ergebnis plausibel?
Merksatz:
Einheitenfehler sind klassische Prüfungsfehler.
Checkliste: letzte 10 Minuten vor Abgabe
Name und Aufgabe prüfen.
Alle Teilaufgaben beantwortet?
Gefragte Anzahl eingehalten?
Einheiten ergänzt?
Rechenwege plausibel?
Fachbegriffe korrekt?
Tabellen vollständig?
Netzadresse und Broadcast geprüft?
RPO und RTO nicht verwechselt?
DNS und DHCP nicht verwechselt?
Authentifizierung und Autorisierung nicht verwechselt?
Antwort lesbar und eindeutig?
Merksatz:
Die letzten Minuten bringen oft noch sichere Punkte.
IHK-sichere Kurzformulierung
Prüfungschecklisten helfen dabei, Themen systematisch zu wiederholen und typische Fehler zu vermeiden. Besonders wichtig sind die sichere Zuordnung von OSI-Schichten, MAC-Adresse, IP-Adresse und Port, die Unterscheidung von DNS und DHCP, Gateway und Routing, TCP und UDP, NAT und PAT, Authentifizierung und Autorisierung sowie Backup, Replikation und Synchronisation. Bei Fehlerbildern sollte zuerst das Symptom eingeordnet und anschließend eine passende Prüfung oder Maßnahme genannt werden. Gute Prüfungsantworten sind kurz, fachlich korrekt, begründet und direkt auf die Aufgabenstellung bezogen.
Merksätze
Checklisten ordnen Wiederholung.
OSI hilft bei Fehlersuche.
TCP/IP ist praxisnah.
Kapselung verpackt Daten.
MAC ist Schicht 2.
IP ist Schicht 3.
Port ist Schicht 4.
IPv4 hat 32 Bit.
Private Adressen werden nicht direkt im Internet geroutet.
Subnetting immer systematisch lösen.
Mehr Hostbits bedeuten mehr Hosts.
Gateway führt in andere Netze.
DNS löst Namen auf.
DHCP verteilt Konfiguration.
ARP löst IPv4 zu MAC auf.
Switch lernt MAC-Adressen.
VLAN trennt logisch.
STP verhindert Schleifen.
TCP ist zuverlässig.
UDP ist schlank.
Ports mit Dienst und Protokoll lernen.
NAT übersetzt Adressen.
PAT nutzt Ports.
Firewall filtert Verkehr.
DMZ trennt öffentliche Dienste.
VPN verschlüsselt Verbindungen.
Cloud bedeutet geteilte Verantwortung.
Sicherheit schützt Vertraulichkeit,
Integrität
und Verfügbarkeit.
Rechte regelmäßig prüfen.
Logs zeigen Ereignisse.
Monitoring zeigt Zustände.
Befehle liefern Fakten.
FTP ist unverschlüsselt.
SFTP ist nicht FTPS.
Backup ohne Restore-Test ist unsicher.
Replikation ist kein Backup.
Dokumentation macht Betrieb nachvollziehbar.
Change Management kontrolliert Änderungen.
Fehlerbild bestimmt Prüfweg.
Prüfungsantwort:
kurz,
fachlich,
begründet.