20.17 Spezialtrainer – Standardports und Dienste
Dieser Spezialtrainer ist eine zusätzliche Übungsseite.
Der allgemeine Netzwerktechnik-Trainer ist bereits abgeschlossen. Diese Seite dient nur als vertiefender Trainer für Standardports, Dienste, TCP, UDP und typische Port-Fehlerbilder.
Ziel ist, Portnummern nicht nur auswendig zu lernen, sondern in Prüfungsaufgaben richtig anzuwenden.
Merksatz:
IP findet den Host.
Port findet den Dienst.
Protokoll sagt,
ob TCP oder UDP gemeint ist.
Lernziele
Nach dieser Seite solltest du sicher können:
- wichtige Standardports nennen
- TCP und UDP bei Ports unterscheiden
- typische Dienste zuordnen
- Firewall-Regeln genauer formulieren
- Port-Fehlerbilder erkennen
- erklären,
warum ping keinen Porttest ersetzt
- unsichere Dienste erkennen
- sichere Alternativen nennen
Kurzüberblick: wichtigste Ports
| Dienst | Protokoll und Port | Zweck |
|---|---|---|
| FTP | TCP 21 | Dateiübertragung, unverschlüsselt |
| SSH | TCP 22 | sichere Fernadministration |
| SFTP | TCP 22 | Dateiübertragung über SSH |
| SMTP | TCP 25 | E-Mail-Übertragung |
| DNS | UDP/TCP 53 | Namensauflösung |
| DHCP Server | UDP 67 | DHCP-Server |
| DHCP Client | UDP 68 | DHCP-Client |
| HTTP | TCP 80 | Web unverschlüsselt |
| POP3 | TCP 110 | E-Mail-Abruf |
| NTP | UDP 123 | Zeitsynchronisation |
| IMAP | TCP 143 | E-Mail-Abruf und Synchronisation |
| SNMP | UDP 161 | Netzwerkmanagement |
| HTTPS | TCP 443 | Web verschlüsselt |
| SMB | TCP 445 | Datei- und Druckfreigaben |
| SMTPS | TCP 465 | SMTP über TLS |
| IMAPS | TCP 993 | IMAP über TLS |
| POP3S | TCP 995 | POP3 über TLS |
| RDP | TCP 3389 | Remote Desktop |
Merksatz:
Portnummer immer zusammen mit TCP oder UDP lernen.
Aufgabe 1
Welchen Port nutzt SSH typischerweise?
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SSH nutzt typischerweise:
TCP 22
SSH steht für:
Secure Shell
Nutzung:
sichere Fernadministration
verschlüsselte Kommandozeile
SFTP
Merksatz:
SSH = TCP 22.
Aufgabe 2
Welchen Port nutzt HTTPS typischerweise?
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HTTPS nutzt typischerweise:
TCP 443
HTTPS bedeutet:
HTTP über TLS
Nutzung:
verschlüsselte Webkommunikation
Merksatz:
HTTPS = TCP 443.
Aufgabe 3
Welchen Port nutzt HTTP typischerweise?
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HTTP nutzt typischerweise:
TCP 80
Wichtig:
HTTP ist unverschlüsselt.
Besser für sensible Daten:
HTTPS über TCP 443
Merksatz:
HTTP = TCP 80.
HTTPS = TCP 443.
Aufgabe 4
Welchen Port nutzt DNS?
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DNS nutzt:
UDP 53
und bei Bedarf auch:
TCP 53
Typisch:
normale DNS-Abfragen häufig UDP 53
größere Antworten,
Zonentransfers
oder bestimmte Fälle TCP 53
Merksatz:
DNS = UDP/TCP 53.
Aufgabe 5
Welche Ports nutzt DHCP?
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DHCP nutzt:
UDP 67 für den DHCP-Server
UDP 68 für den DHCP-Client
Merksatz:
DHCP = UDP 67 und UDP 68.
Aufgabe 6
Welchen Port nutzt SMB typischerweise?
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SMB nutzt typischerweise:
TCP 445
Nutzung:
Datei- und Druckfreigaben
Netzlaufwerke
Windows-Freigaben
Merksatz:
SMB = TCP 445.
Aufgabe 7
Welchen Port nutzt RDP typischerweise?
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RDP nutzt typischerweise:
TCP 3389
RDP steht für:
Remote Desktop Protocol
Merksatz:
RDP = TCP 3389.
Aufgabe 8
Welchen Port nutzt NTP?
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NTP nutzt typischerweise:
UDP 123
NTP steht für:
Network Time Protocol
Aufgabe:
Zeitsynchronisation
Merksatz:
NTP = UDP 123.
Aufgabe 9
Welchen Port nutzt SNMP?
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SNMP nutzt typischerweise:
UDP 161
SNMP steht für:
Simple Network Management Protocol
Aufgabe:
Netzwerkgeräte überwachen und verwalten
Merksatz:
SNMP = UDP 161.
Aufgabe 10
Ordne die Webports zu.
| Dienst | Protokoll und Port |
|---|---|
| HTTP | ? |
| HTTPS | ? |
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| Dienst | Protokoll und Port |
|---|---|
| HTTP | TCP 80 |
| HTTPS | TCP 443 |
Merksatz:
HTTP unverschlüsselt.
HTTPS verschlüsselt mit TLS.
Aufgabe 11
Ordne die E-Mail-Protokolle zu.
| Dienst | Protokoll und Port |
|---|---|
| SMTP | ? |
| POP3 | ? |
| IMAP | ? |
| SMTPS | ? |
| POP3S | ? |
| IMAPS | ? |
Antwort anzeigen
| Dienst | Protokoll und Port |
|---|---|
| SMTP | TCP 25 |
| POP3 | TCP 110 |
| IMAP | TCP 143 |
| SMTPS | TCP 465 |
| POP3S | TCP 995 |
| IMAPS | TCP 993 |
Merksatz:
SMTP sendet.
POP3 und IMAP empfangen.
S am Ende bedeutet verschlüsselte Variante.
Aufgabe 12
Was macht SMTP?
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SMTP steht für:
Simple Mail Transfer Protocol
Aufgabe:
E-Mails senden und zwischen Mailservern übertragen.
Typischer Port:
TCP 25
Merksatz:
SMTP sendet E-Mails.
Aufgabe 13
Was macht POP3?
Antwort anzeigen
POP3 steht für:
Post Office Protocol Version 3
Aufgabe:
E-Mails vom Server abrufen.
Typischer Port:
TCP 110
Verschlüsselte Variante:
POP3S über TCP 995
Merksatz:
POP3 ruft E-Mails ab.
Aufgabe 14
Was macht IMAP?
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IMAP steht für:
Internet Message Access Protocol
Aufgabe:
E-Mails auf dem Server abrufen und synchron verwalten.
Typischer Port:
TCP 143
Verschlüsselte Variante:
IMAPS über TCP 993
Merksatz:
IMAP synchronisiert E-Mails.
Aufgabe 15
Was ist der Unterschied zwischen POP3 und IMAP?
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POP3:
einfacher E-Mail-Abruf
traditionell eher Herunterladen vom Server
IMAP:
serverseitige Verwaltung
Synchronisation über mehrere Geräte
Ordnerstruktur bleibt serverseitig erhalten
Merksatz:
POP3 ruft ab.
IMAP synchronisiert.
Aufgabe 16
Ordne Dateiübertragungsprotokolle zu.
| Dienst | Protokoll und Port | Sicherheit |
|---|---|---|
| FTP | ? | ? |
| SFTP | ? | ? |
| FTPS | ? | ? |
Antwort anzeigen
| Dienst | Protokoll und Port | Sicherheit |
|---|---|---|
| FTP | TCP 21 | unverschlüsselt |
| SFTP | TCP 22 | über SSH verschlüsselt |
| FTPS | TCP 21 oder weitere Ports je nach Modus | FTP mit TLS |
Merksatz:
FTP ist unverschlüsselt.
SFTP nutzt SSH.
FTPS ist FTP mit TLS.
Aufgabe 17
Warum ist FTP unsicher?
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FTP ist unsicher, weil es klassisch unverschlüsselt überträgt.
Risiken:
Zugangsdaten können mitgelesen werden
Daten können mitgelesen werden
Man-in-the-Middle möglich
Bessere Alternativen:
SFTP
FTPS
HTTPS-basierter Upload
Merksatz:
FTP nicht für sensible Daten verwenden.
Aufgabe 18
Was ist der Unterschied zwischen SFTP und FTPS?
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SFTP:
Dateiübertragung über SSH
typischerweise TCP 22
FTPS:
FTP mit TLS-Verschlüsselung
basiert auf FTP
Wichtig:
SFTP und FTPS sind nicht dasselbe.
Merksatz:
SFTP = SSH.
FTPS = FTP mit TLS.
Aufgabe 19
Warum ist „Port 53 freigeben“ ungenau?
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Die Angabe ist ungenau, weil nicht klar ist, ob TCP 53, UDP 53 oder beides gemeint ist.
Bei Firewall-Regeln müssen angegeben werden:
Quelle
Ziel
Protokoll
Port
Aktion
Merksatz:
Portnummer ohne TCP oder UDP ist unvollständig.
Aufgabe 20
Warum ist „Port 443 erlauben“ in einer Firewall-Regel noch nicht vollständig?
Antwort anzeigen
Es fehlen wichtige Angaben:
Quelle
Ziel
Protokoll
Richtung
Aktion
Zweck
Besser:
Quelle:
Internet
Ziel:
Webserver-DMZ
Protokoll:
TCP
Port:
443
Aktion:
erlauben
Zweck:
HTTPS-Zugriff
Merksatz:
Firewall-Regeln brauchen mehr als nur eine Portnummer.
Aufgabe 21
Was bedeutet LISTEN bei einem TCP-Port?
Antwort anzeigen
LISTEN bedeutet:
Ein Dienst wartet auf eingehende Verbindungen.
Beispiel:
Webserver lauscht auf TCP 443.
Merksatz:
LISTEN = Dienst wartet auf Verbindung.
Aufgabe 22
Was bedeutet ESTABLISHED bei TCP?
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ESTABLISHED bedeutet:
Eine TCP-Verbindung besteht aktiv.
Beispiel:
Client hat eine HTTPS-Verbindung zum Server aufgebaut.
Merksatz:
ESTABLISHED = Verbindung besteht.
Aufgabe 23
Was bedeutet SYN_SENT?
Antwort anzeigen
SYN_SENT bedeutet:
Der Client hat einen TCP-Verbindungsaufbau gestartet
und wartet auf Antwort.
Wenn es hängen bleibt, sind möglich:
Ziel nicht erreichbar
Port blockiert
Dienst antwortet nicht
Firewall blockiert
Routingproblem
Merksatz:
SYN_SENT zeigt:
Anfrage raus,
Antwort fehlt.
Aufgabe 24
Was bedeutet TIME_WAIT?
Antwort anzeigen
TIME_WAIT ist ein TCP-Zustand nach dem Schließen einer Verbindung.
Er sorgt dafür, dass verspätete Pakete einer alten Verbindung nicht mit neuen Verbindungen verwechselt werden.
Merksatz:
TIME_WAIT nach Verbindungsende ist normal.
Aufgabe 25
Ein Server ist per ping erreichbar, aber TCP 22 ist nicht erreichbar.
Was ist wahrscheinlich?
Antwort anzeigen
Ping prüft ICMP. TCP 22 ist SSH.
Mögliche Ursachen:
SSH-Dienst läuft nicht
SSH lauscht auf anderem Port
lokale Firewall blockiert
Netzwerkfirewall blockiert
Zugriff nur aus bestimmten Netzen erlaubt
Dienst lauscht nur auf localhost
Merksatz:
Host erreichbar heißt nicht:
Dienst erreichbar.
Aufgabe 26
Ein Webserver ist intern auf TCP 443 erreichbar, aber nicht von außen.
Was sollte geprüft werden?
Antwort anzeigen
Prüfen:
öffentliche IP
DNS
Portweiterleitung
Router-Firewall
lokale Firewall
Dienststatus
doppeltes NAT
CGNAT
Provider blockiert Port
Merksatz:
Intern ja,
extern nein:
NAT,
Firewall,
DNS
und öffentliche IP prüfen.
Aufgabe 27
Ein Dienst läuft, lauscht aber nur auf 127.0.0.1.
Was bedeutet das?
Antwort anzeigen
127.0.0.1 ist localhost.
Wenn ein Dienst nur auf 127.0.0.1 lauscht, ist er nur lokal auf dem Server erreichbar.
Andere Geräte können ihn nicht direkt erreichen.
Prüfen:
Bind-Adresse
Dienstkonfiguration
Firewall
Merksatz:
127.0.0.1 = nur lokal.
Aufgabe 28
Ein Dienst lauscht auf 0.0.0.0.
Was bedeutet das?
Antwort anzeigen
0.0.0.0 bedeutet bei einem lauschenden Dienst:
Der Dienst lauscht auf allen IPv4-Schnittstellen des Systems.
Wichtig:
Ob der Dienst erreichbar ist,
hängt zusätzlich von Firewall,
Routing,
NAT
und Berechtigungen ab.
Merksatz:
0.0.0.0 = alle IPv4-Interfaces.
Aufgabe 29
Warum ersetzt ping keinen Porttest?
Antwort anzeigen
ping prüft ICMP-Erreichbarkeit.
ping prüft nicht:
TCP-Port
UDP-Port
Dienststatus
Anwendung
Anmeldung
Berechtigungen
Beispiel:
Ein Server kann auf ping antworten,
obwohl TCP 443 blockiert ist.
Merksatz:
ping prüft den Host,
nicht den Dienst.
Aufgabe 30
Welche Werkzeuge oder Methoden eignen sich zur Portprüfung?
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Mögliche Prüfungen:
Dienststatus prüfen
Firewall-Logs prüfen
Porttest vom Client aus
ss oder netstat auf dem Server
curl für HTTP/HTTPS
Verbindungsprüfung mit geeigneten Tools
Logs des Dienstes prüfen
Wichtig:
Immer TCP oder UDP beachten.
Merksatz:
Portprüfung braucht Richtung,
Ziel,
Protokoll
und Dienststatus.
Aufgabe 31
Warum sollte RDP nicht direkt aus dem Internet erreichbar sein?
Antwort anzeigen
RDP ist ein häufiges Angriffsziel.
Risiken:
Brute Force
Credential Stuffing
Exploits
unberechtigter Fernzugriff
Besser:
VPN
RDP-Gateway
MFA
Zugriff nur von bekannten Quellnetzen
Logging
Merksatz:
RDP nicht offen ins Internet stellen.
Aufgabe 32
Warum sollte SMB nicht direkt aus dem Internet erreichbar sein?
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SMB ist für Datei- und Druckfreigaben gedacht und sollte nicht öffentlich erreichbar sein.
Risiken:
Datenabfluss
Malware-Ausbreitung
Brute Force
Ausnutzung von Schwachstellen
Zugriff auf interne Freigaben
Merksatz:
SMB gehört nicht offen ins Internet.
Aufgabe 33
Warum sollte Telnet nicht verwendet werden?
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Telnet überträgt unverschlüsselt.
Risiken:
Zugangsdaten können mitgelesen werden
Sitzungen können mitgelesen werden
Man-in-the-Middle-Angriffe möglich
Sichere Alternative:
SSH
Merksatz:
Telnet unsicher,
SSH sicherer.
Aufgabe 34
Ordne sichere und unsichere Varianten zu.
| Unsicherer Dienst | Sicherere Alternative |
|---|---|
| Telnet | ? |
| FTP | ? |
| HTTP | ? |
| POP3 | ? |
| IMAP | ? |
Antwort anzeigen
| Unsicherer Dienst | Sicherere Alternative |
|---|---|
| Telnet | SSH |
| FTP | SFTP oder FTPS |
| HTTP | HTTPS |
| POP3 | POP3S |
| IMAP | IMAPS |
Merksatz:
Unverschlüsselte Dienste vermeiden,
wenn sensible Daten übertragen werden.
Aufgabe 35
Welcher Port passt zu welchem Dienst?
| Port | Dienst |
|---|---|
| 22 | ? |
| 53 | ? |
| 67/68 | ? |
| 80 | ? |
| 123 | ? |
| 443 | ? |
| 445 | ? |
| 3389 | ? |
Antwort anzeigen
| Port | Dienst |
|---|---|
| 22 | SSH / SFTP |
| 53 | DNS |
| 67/68 | DHCP |
| 80 | HTTP |
| 123 | NTP |
| 443 | HTTPS |
| 445 | SMB |
| 3389 | RDP |
Aufgabe 36
Welcher Dienst passt zu welchem Port?
| Dienst | Port |
|---|---|
| SSH | ? |
| DNS | ? |
| DHCP | ? |
| HTTP | ? |
| HTTPS | ? |
| SMB | ? |
| RDP | ? |
| NTP | ? |
Antwort anzeigen
| Dienst | Port |
|---|---|
| SSH | TCP 22 |
| DNS | UDP/TCP 53 |
| DHCP | UDP 67/68 |
| HTTP | TCP 80 |
| HTTPS | TCP 443 |
| SMB | TCP 445 |
| RDP | TCP 3389 |
| NTP | UDP 123 |
Aufgabe 37
Ein DNS-Server ist nicht erreichbar. Welche Firewall-Regel könnte fehlen?
Antwort anzeigen
Möglicherweise fehlt:
UDP 53
und je nach Fall auch:
TCP 53
Saubere Regel:
Quelle:
Clientnetz
Ziel:
DNS-Server
Protokoll:
UDP und TCP
Port:
53
Aktion:
erlauben
Merksatz:
DNS braucht meistens UDP 53,
TCP 53 mitdenken.
Aufgabe 38
Ein Client erhält keine DHCP-Adresse. Welche Ports sind relevant?
Antwort anzeigen
Relevant sind:
UDP 67
UDP 68
Zusätzlich prüfen:
DHCP-Server
VLAN
DHCP-Relay
DHCP-Scope
Firewall-Regeln
Merksatz:
DHCP = UDP 67 und 68.
Aufgabe 39
Welche Antwort ist besser?
Aufgabe:
Ein Server ist pingbar,
aber die Webseite funktioniert nicht.
Was prüfen Sie?
Antwort A:
Der Server ist erreichbar,
also ist alles gut.
Antwort B:
ping prüft nur ICMP.
Für die Webseite müssen TCP 80 oder TCP 443,
Webdienst,
Firewall,
TLS
und Anwendung geprüft werden.
Antwort anzeigen
B ist besser.
Begründung:
Die Antwort unterscheidet Host-Erreichbarkeit
und Dienst-Erreichbarkeit.
Merksatz:
ping ist kein Diensttest.
Aufgabe 40
Welche Antwort ist besser?
Aufgabe:
Warum ist eine Firewall-Regel mit „Port 443 erlauben“ unvollständig?
Antwort A:
Weil man noch mehr schreiben kann.
Antwort B:
Für eine saubere Firewall-Regel fehlen Quelle,
Ziel,
Protokoll,
Richtung,
Aktion
und Zweck.
Außerdem muss TCP 443 genannt werden,
weil Portnummern ohne Transportprotokoll ungenau sind.
Antwort anzeigen
B ist besser.
Begründung:
Die Antwort erklärt fachlich,
welche Angaben in einer Regel fehlen.
Merksatz:
Firewall-Regel vollständig formulieren.
Mini-Prüfung: Ports auswendig
| Dienst | Protokoll und Port |
|---|---|
| FTP | TCP 21 |
| SSH | TCP 22 |
| SFTP | TCP 22 |
| SMTP | TCP 25 |
| DNS | UDP/TCP 53 |
| DHCP Server | UDP 67 |
| DHCP Client | UDP 68 |
| HTTP | TCP 80 |
| POP3 | TCP 110 |
| NTP | UDP 123 |
| IMAP | TCP 143 |
| SNMP | UDP 161 |
| HTTPS | TCP 443 |
| SMB | TCP 445 |
| SMTPS | TCP 465 |
| IMAPS | TCP 993 |
| POP3S | TCP 995 |
| RDP | TCP 3389 |
Mini-Prüfung: Fehlerbilder
| Fehlerbild | Wahrscheinlichstes Thema |
|---|---|
| ping geht, SSH nicht | TCP 22, SSH-Dienst, Firewall |
| ping geht, HTTPS nicht | TCP 443, Webdienst, Firewall, TLS |
| DNS antwortet nicht | UDP/TCP 53 |
| DHCP funktioniert nicht | UDP 67/68, DHCP, VLAN, Relay |
| SMB-Freigabe nicht erreichbar | TCP 445, Firewall, SMB-Dienst |
| RDP geht nicht | TCP 3389, RDP-Dienst, Firewall |
| Dienst nur lokal erreichbar | bindet nur an 127.0.0.1 |
| Port offen, Login scheitert | Authentifizierung |
| Port offen, Zugriff verweigert | Autorisierung |
| SYN_SENT bleibt stehen | Antwort fehlt, Firewall, Routing oder Dienst |
Typische Prüfungsfallen
| Falle | Richtig denken |
|---|---|
| Portnummer ohne TCP/UDP | unvollständig |
| ping ersetzt Porttest | falsch |
| DNS nur UDP | meistens UDP, aber TCP mitdenken |
| SFTP und FTPS gleichsetzen | falsch |
| HTTP und HTTPS gleichsetzen | falsch |
| RDP ins Internet öffnen | Sicherheitsrisiko |
| SMB ins Internet öffnen | Sicherheitsrisiko |
| Dienst läuft = Dienst erreichbar | nicht automatisch |
| 127.0.0.1 als Bind-Adresse übersehen | nur lokal erreichbar |
| Firewall-Regel ohne Quelle und Ziel | unvollständig |
IHK-sichere Kurzformulierung
Ports gehören zur OSI-Schicht 4 und werden von TCP oder UDP genutzt, um Daten dem richtigen Dienst oder Prozess zuzuordnen. Eine IP-Adresse identifiziert den Host, der Port den Dienst. Standardports sollten immer zusammen mit dem Transportprotokoll gelernt werden, zum Beispiel SSH TCP 22, DNS UDP/TCP 53, HTTP TCP 80, HTTPS TCP 443, SMB TCP 445 und RDP TCP 3389. ping prüft nur ICMP-Erreichbarkeit und ersetzt keinen Port- oder Diensttest. Für Firewall-Regeln reicht eine Portnummer allein nicht aus; benötigt werden Quelle, Ziel, Protokoll, Port, Richtung, Aktion und Zweck.
Merksätze
IP findet den Host.
Port findet den Dienst.
Ports gehören zu Schicht 4.
TCP und UDP unterscheiden.
Portnummer ohne TCP oder UDP ist unvollständig.
SSH = TCP 22.
SFTP = TCP 22.
DNS = UDP/TCP 53.
DHCP = UDP 67 und 68.
HTTP = TCP 80.
HTTPS = TCP 443.
SMB = TCP 445.
RDP = TCP 3389.
NTP = UDP 123.
SMTP sendet E-Mails.
IMAP synchronisiert E-Mails.
POP3 ruft E-Mails ab.
FTP ist unverschlüsselt.
SFTP nutzt SSH.
FTPS ist FTP mit TLS.
Telnet vermeiden,
SSH nutzen.
HTTP vermeiden,
HTTPS nutzen.
ping ist kein Porttest.
Host erreichbar heißt nicht:
Dienst erreichbar.
LISTEN heißt:
Dienst wartet.
ESTABLISHED heißt:
Verbindung besteht.
SYN_SENT heißt:
Anfrage raus,
Antwort fehlt.
127.0.0.1 heißt:
nur lokal.
0.0.0.0 heißt:
alle IPv4-Interfaces.
RDP nicht offen ins Internet stellen.
SMB nicht offen ins Internet stellen.
Firewall-Regeln brauchen Quelle,
Ziel,
Protokoll,
Port,
Richtung,
Aktion
und Zweck.