20.1 Trainer – Grundlagen und OSI-Modell
Diese Trainer-Seite wiederholt die Grundlagen der Netzwerktechnik, das OSI-Modell, das TCP/IP-Modell und die wichtigsten Begriffe zur Kommunikation im Netzwerk.
Ziel ist nicht nur Auswendiglernen, sondern sicheres Zuordnen in typischen IHK-Aufgaben.
Merksatz:
OSI ist das Denkmodell.
TCP/IP ist das Praxismodell.
Die Fehlersuche erfolgt systematisch nach Schichten.
Lernziele
Nach dieser Seite solltest du sicher können:
- die sieben OSI-Schichten nennen
- OSI und TCP/IP unterscheiden
- Protokolle passenden Schichten zuordnen
- MAC-Adresse,
IP-Adresse
und Port unterscheiden
- Kapselung erklären
- typische Fehlerbilder einer Schicht zuordnen
- Prüfungsfragen kurz und fachlich beantworten
Kurzüberblick: OSI-Modell
| Schicht | Name | Hauptaufgabe |
|---|---|---|
| 7 | Anwendungsschicht | Dienste für Anwendungen |
| 6 | Darstellungsschicht | Datenformat, Codierung, Verschlüsselung |
| 5 | Sitzungsschicht | Sitzungen verwalten |
| 4 | Transportschicht | Ende-zu-Ende-Kommunikation, Ports |
| 3 | Vermittlungsschicht | IP-Adressierung und Routing |
| 2 | Sicherungsschicht | lokale Kommunikation über MAC-Adressen |
| 1 | Bitübertragungsschicht | Bits als Signale übertragen |
Merksatz:
Von unten nach oben:
Signal,
Frame,
Paket,
Segment,
Sitzung,
Darstellung,
Anwendung.
Kurzüberblick: TCP/IP-Modell
| TCP/IP-Schicht | Entspricht grob OSI | Beispiele |
|---|---|---|
| Anwendung | OSI 5 bis 7 | HTTP, DNS, DHCP, SMTP |
| Transport | OSI 4 | TCP, UDP |
| Internet | OSI 3 | IP, ICMP |
| Netzzugang | OSI 1 bis 2 | Ethernet, WLAN, MAC |
Merksatz:
TCP/IP fasst OSI-Schichten zusammen.
Aufgabe 1
Ordne die Begriffe der passenden OSI-Schicht zu:
| Begriff | OSI-Schicht |
|---|---|
| MAC-Adresse | ? |
| IP-Adresse | ? |
| Portnummer | ? |
| DNS | ? |
| Kabel | ? |
Antwort anzeigen
| Begriff | OSI-Schicht |
|---|---|
| MAC-Adresse | Schicht 2 |
| IP-Adresse | Schicht 3 |
| Portnummer | Schicht 4 |
| DNS | Schicht 7 |
| Kabel | Schicht 1 |
Merksatz:
MAC = lokal.
IP = logisch.
Port = Dienst.
DNS = Anwendung.
Kabel = Signal.
Aufgabe 2
Welche Aussage ist richtig?
A: Ein Switch arbeitet hauptsächlich mit IP-Adressen.
B: Ein Router arbeitet hauptsächlich mit MAC-Adressen.
C: Ein Switch arbeitet hauptsächlich mit MAC-Adressen.
D: DNS gehört zur Bitübertragungsschicht.
Antwort anzeigen
Richtig ist:
C: Ein Switch arbeitet hauptsächlich mit MAC-Adressen.
Begründung:
Ein Switch arbeitet hauptsächlich auf OSI-Schicht 2
und leitet Ethernet-Frames anhand von MAC-Adressen weiter.
Aufgabe 3
Welche Aussage beschreibt das TCP/IP-Modell am besten?
A: Es hat immer genau sieben Schichten.
B: Es ist ein praxisnahes Modell für reale Netzwerkkommunikation.
C: Es ersetzt IP-Adressen durch MAC-Adressen.
D: Es wird nur für WLAN verwendet.
Antwort anzeigen
Richtig ist:
B: Es ist ein praxisnahes Modell für reale Netzwerkkommunikation.
Begründung:
Das OSI-Modell ist ein theoretisches Referenzmodell mit sieben Schichten.
Das TCP/IP-Modell ist praxisnäher und wird zur Beschreibung realer Internetkommunikation genutzt.
Aufgabe 4
Ordne die TCP/IP-Schichten den OSI-Schichten zu.
| TCP/IP-Schicht | OSI-Schichten |
|---|---|
| Anwendung | ? |
| Transport | ? |
| Internet | ? |
| Netzzugang | ? |
Antwort anzeigen
| TCP/IP-Schicht | OSI-Schichten |
|---|---|
| Anwendung | OSI 5 bis 7 |
| Transport | OSI 4 |
| Internet | OSI 3 |
| Netzzugang | OSI 1 bis 2 |
Merksatz:
TCP/IP-Anwendung umfasst OSI-Sitzung,
Darstellung
und Anwendung.
Aufgabe 5
Ein Benutzer kann einen Server per IP-Adresse erreichen, aber nicht per Namen.
Welches Thema ist am wahrscheinlichsten betroffen?
Antwort anzeigen
Wahrscheinlich betroffen:
DNS
Begründung:
Wenn die IP-Adresse erreichbar ist,
aber der Name nicht funktioniert,
ist die Grundverbindung wahrscheinlich vorhanden.
Das Problem liegt wahrscheinlich bei der Namensauflösung.
IHK-sichere Antwort:
Da die IP-Adresse erreichbar ist,
der Name aber nicht aufgelöst wird,
sollte DNS geprüft werden.
Aufgabe 6
Ein Client hat die Adresse:
169.254.12.34
Was bedeutet das typischerweise?
Antwort anzeigen
Das ist eine APIPA-Adresse.
Bedeutung:
Der Client hat wahrscheinlich keine gültige IP-Adresse von einem DHCP-Server erhalten.
Typische Ursachen:
DHCP-Server nicht erreichbar
falsches VLAN
DHCP-Scope erschöpft
DHCP-Relay fehlt
Netzwerkverbindung fehlerhaft
Merksatz:
169.254.x.x deutet auf DHCP-Problem hin.
Aufgabe 7
Ein Client erreicht Geräte im eigenen Netz, aber keine Ziele im Internet.
Was sollte zuerst geprüft werden?
Antwort anzeigen
Zuerst prüfen:
Standardgateway
Weitere mögliche Ursachen:
Routing
NAT
Firewall
DNS bei Zugriff über Namen
Begründung:
Wenn lokale Kommunikation funktioniert,
aber externe Netze nicht erreichbar sind,
fehlt häufig der Weg aus dem eigenen Netz.
Merksatz:
Lokal ja,
extern nein:
Gateway prüfen.
Aufgabe 8
Was bedeutet Kapselung?
Antwort anzeigen
Kapselung bedeutet:
Beim Senden werden Daten von Schicht zu Schicht weitergegeben
und jede Schicht ergänzt eigene Steuerinformationen.
Beispiel:
Anwendungsdaten
werden zu TCP-Segmenten,
IP-Paketen,
Ethernet-Frames
und schließlich Bits.
IHK-sichere Kurzformulierung:
Kapselung beschreibt das Verpacken von Daten durch die einzelnen Netzwerkschichten.
Jede Schicht ergänzt eigene Informationen,
die für die Kommunikation auf dieser Schicht benötigt werden.
Aufgabe 9
Bringe die PDU-Begriffe in die richtige Reihenfolge von oben nach unten.
Bits
Paket
Daten
Frame
Segment
Antwort anzeigen
Richtige Reihenfolge von oben nach unten:
Daten
Segment
Paket
Frame
Bits
Zuordnung:
| Schicht | PDU |
|---|---|
| Anwendung | Daten |
| Transport | Segment oder Datagramm |
| Vermittlung | Paket |
| Sicherung | Frame |
| Bitübertragung | Bits |
Aufgabe 10
Welche OSI-Schicht ist betroffen, wenn ein Netzwerkkabel defekt ist?
Antwort anzeigen
Betroffen ist:
OSI-Schicht 1
Begründung:
Ein defektes Kabel betrifft die physische Signalübertragung.
Merksatz:
Kabel,
Stecker,
Funk
und Signal gehören zu Schicht 1.
Aufgabe 11
Welche OSI-Schicht ist betroffen, wenn ein Gerät im falschen VLAN ist?
Antwort anzeigen
Betroffen ist hauptsächlich:
OSI-Schicht 2
Begründung:
VLANs trennen Netzbereiche auf Layer 2.
Ein falsches VLAN kann dazu führen,
dass ein Gerät im falschen Broadcast-Bereich landet
oder eine falsche IP-Konfiguration erhält.
Aufgabe 12
Welche OSI-Schicht ist betroffen, wenn die Subnetzmaske falsch ist?
Antwort anzeigen
Betroffen ist:
OSI-Schicht 3
Begründung:
IP-Adresse,
Subnetzmaske,
Gateway
und Routing gehören zur Vermittlungsschicht.
Merksatz:
IP-Konfiguration ist Schicht 3.
Aufgabe 13
Welche OSI-Schicht ist betroffen, wenn TCP 443 durch eine Firewall blockiert wird?
Antwort anzeigen
Betroffen ist mindestens:
OSI-Schicht 4
Begründung:
TCP und Ports gehören zur Transportschicht.
TCP 443 ist der typische Port für HTTPS.
Wichtig:
Eine Firewall kann je nach Funktion auch auf mehreren Schichten arbeiten.
Aufgabe 14
Welche OSI-Schicht ist betroffen, wenn ein TLS-Zertifikat abgelaufen ist?
Antwort anzeigen
Betroffen ist hauptsächlich:
OSI-Schicht 6
Begründung:
TLS,
Zertifikate
Verschlüsselung
und Darstellung gehören zur Darstellungsschicht.
Merksatz:
Zertifikatsfehler:
Schicht 6.
Aufgabe 15
Welche OSI-Schicht ist betroffen, wenn ein Webserver HTTP 500 zurückgibt?
Antwort anzeigen
Betroffen ist hauptsächlich:
OSI-Schicht 7
Begründung:
HTTP ist ein Anwendungsprotokoll.
Ein HTTP-500-Fehler deutet auf einen serverseitigen Anwendungsfehler hin.
Merksatz:
HTTP-Statuscodes gehören zur Anwendungsschicht.
Aufgabe 16
Welche Aussage zu ping ist richtig?
A: ping prüft immer,
ob eine Webseite funktioniert.
B: ping prüft ICMP-Erreichbarkeit.
C: ping prüft,
ob TCP 443 offen ist.
D: ping ersetzt einen DNS-Test.
Antwort anzeigen
Richtig ist:
B: ping prüft ICMP-Erreichbarkeit.
Begründung:
ping nutzt ICMP.
Ein erfolgreicher ping bedeutet nicht automatisch,
dass ein bestimmter Dienst wie HTTPS,
SSH
oder SMB funktioniert.
Merksatz:
ping ist kein Diensttest.
Aufgabe 17
Was ist der Unterschied zwischen Authentifizierung und Autorisierung?
Antwort anzeigen
Authentifizierung:
Prüfung der Identität.
Beispiel:
Benutzer meldet sich mit Passwort und MFA an.
Autorisierung:
Prüfung der Berechtigung.
Beispiel:
Benutzer darf eine Datei lesen oder nicht.
Merksatz:
Authentifizierung:
Wer bist du?
Autorisierung:
Was darfst du?
Aufgabe 18
Ein Benutzer kann sich anmelden, aber nicht auf eine Datei zugreifen.
Was ist wahrscheinlicher: Authentifizierungsproblem oder Autorisierungsproblem?
Antwort anzeigen
Wahrscheinlicher ist:
Autorisierungsproblem
Begründung:
Die Anmeldung funktioniert bereits.
Das Problem liegt daher wahrscheinlich bei Berechtigungen,
Gruppen,
ACLs,
Freigaberechten
oder Dateisystemrechten.
Merksatz:
Login ja,
Zugriff nein:
Rechte prüfen.
Aufgabe 19
Was ist der Unterschied zwischen TCP und UDP?
Antwort anzeigen
TCP:
verbindungsorientiert
zuverlässig
bestätigt Daten
stellt Reihenfolge sicher
mehr Overhead
UDP:
verbindungslos
schneller
weniger Overhead
keine eingebaute Zustellgarantie
Beispiele:
| TCP | UDP |
|---|---|
| HTTPS | DNS |
| SSH | DHCP |
| SMTP | VoIP |
| SMB | NTP |
Merksatz:
TCP = zuverlässig.
UDP = schnell und schlank.
Aufgabe 20
Was macht ARP?
Antwort anzeigen
ARP steht für:
Address Resolution Protocol
Aufgabe:
ARP löst im lokalen IPv4-Netz eine IP-Adresse in eine MAC-Adresse auf.
Beispiel:
Ein Client möchte sein Gateway erreichen.
Dafür benötigt er die MAC-Adresse des Gateways.
Diese ermittelt er mit ARP.
Merksatz:
ARP findet MAC-Adressen im lokalen IPv4-Netz.
Aufgabe 21
Ein Host möchte ein Ziel außerhalb des eigenen Subnetzes erreichen.
Welche MAC-Adresse wird im lokalen Ethernet-Frame verwendet?
Antwort anzeigen
Verwendet wird:
die MAC-Adresse des Standardgateways
Begründung:
Das IP-Ziel bleibt der entfernte Zielhost.
Aber lokal wird das Frame an den nächsten Hop gesendet,
also an das Gateway.
Merksatz:
IP zeigt zum Endziel.
MAC zeigt zum nächsten lokalen Hop.
Aufgabe 22
Was ist der Unterschied zwischen Switch und Router?
Antwort anzeigen
Switch:
arbeitet hauptsächlich auf Schicht 2
leitet Frames anhand von MAC-Adressen weiter
verbindet Geräte im lokalen Netz
Router:
arbeitet auf Schicht 3
leitet Pakete anhand von IP-Adressen weiter
verbindet unterschiedliche IP-Netze
Merksatz:
Switch verbindet lokal.
Router verbindet Netze.
Aufgabe 23
Was ist der Unterschied zwischen VLAN und Subnetz?
Antwort anzeigen
VLAN:
logische Trennung auf Schicht 2
Subnetz:
logische IP-Aufteilung auf Schicht 3
Wichtig:
In der Praxis wird einem VLAN häufig ein eigenes IP-Subnetz zugeordnet.
Fachlich sind VLAN und Subnetz aber nicht dasselbe.
Merksatz:
VLAN = Layer 2.
Subnetz = Layer 3.
Aufgabe 24
Warum braucht man Inter-VLAN-Routing?
Antwort anzeigen
VLANs sind voneinander getrennte Layer-2-Bereiche.
Damit Geräte aus unterschiedlichen VLANs miteinander kommunizieren können, braucht man Routing zwischen diesen Netzen.
Das nennt man:
Inter-VLAN-Routing
Möglich über:
Router
Layer-3-Switch
Firewall
Merksatz:
VLANs trennen.
Routing verbindet gezielt.
Aufgabe 25
Was ist der Unterschied zwischen NAT und Firewall?
Antwort anzeigen
NAT:
übersetzt IP-Adressen
Firewall:
erlaubt oder blockiert Verkehr anhand von Regeln
Wichtig:
Viele Geräte kombinieren NAT und Firewall.
Fachlich bleiben es unterschiedliche Funktionen.
Merksatz:
NAT übersetzt.
Firewall filtert.
Aufgabe 26
Was ist PAT?
Antwort anzeigen
PAT steht für:
Port Address Translation
PAT ist eine Form von NAT, bei der zusätzlich Ports genutzt werden, um viele interne Verbindungen über eine öffentliche IP-Adresse zu unterscheiden.
Merksatz:
PAT nutzt Ports zur Zuordnung mehrerer Verbindungen.
Aufgabe 27
Warum ist eine Any-to-Any-Firewall-Regel kritisch?
Antwort anzeigen
Any-to-Any ist kritisch, weil dadurch jede Quelle zu jedem Ziel kommunizieren darf.
Risiken:
große Angriffsfläche
schlechte Nachvollziehbarkeit
Umgehung von Sicherheitszonen
unnötige Freigaben
Besser:
genaue Regeln mit Quelle,
Ziel,
Port,
Protokoll
und Zweck.
Merksatz:
Firewall-Regeln so genau wie möglich formulieren.
Aufgabe 28
Was bedeutet Default Deny?
Antwort anzeigen
Default Deny bedeutet:
Standardmäßig ist Verkehr verboten.
Nur ausdrücklich erlaubter Verkehr wird zugelassen.
Vorteil:
bessere Kontrolle
kleinere Angriffsfläche
weniger ungewollte Freigaben
Merksatz:
Erst blockieren,
dann gezielt erlauben.
Aufgabe 29
Was ist der Unterschied zwischen RPO und RTO?
Antwort anzeigen
RPO:
Recovery Point Objective
maximal akzeptabler Datenverlust
RTO:
Recovery Time Objective
maximal akzeptable Wiederherstellungszeit
Merksatz:
RPO = Datenverlust.
RTO = Zeit bis Wiederherstellung.
Aufgabe 30
Warum ersetzt ein Snapshot kein Backup?
Antwort anzeigen
Ein Snapshot ersetzt kein Backup, weil er oft auf demselben Speicher oder System liegt wie die Produktivdaten.
Risiken:
Speicherdefekt betrifft Snapshot ebenfalls
Ransomware kann Snapshot erreichen
Snapshot kann gelöscht werden
Speicherplatz kann volllaufen
Merksatz:
Snapshot ist Momentaufnahme,
aber kein vollständiges Backup-Konzept.
Aufgabe 31
Ordne die Angriffe dem passenden Schutzziel zu.
| Angriff | Schutzziel |
|---|---|
| DDoS | ? |
| Datenabfluss | ? |
| Manipulation einer Konfigurationsdatei | ? |
| Ransomware | ? |
Antwort anzeigen
| Angriff | Schutzziel |
|---|---|
| DDoS | Verfügbarkeit |
| Datenabfluss | Vertraulichkeit |
| Manipulation einer Konfigurationsdatei | Integrität |
| Ransomware | Verfügbarkeit, bei Datenabfluss auch Vertraulichkeit |
Merksatz:
Erst Schutzziel erkennen,
dann Maßnahme auswählen.
Aufgabe 32
Was ist der Unterschied zwischen IDS und IPS?
Antwort anzeigen
IDS:
Intrusion Detection System
erkennt und meldet Angriffe
IPS:
Intrusion Prevention System
erkennt und blockiert Angriffe zusätzlich
Merksatz:
IDS meldet.
IPS blockiert.
Aufgabe 33
Was bedeutet Least Privilege?
Antwort anzeigen
Least Privilege bedeutet:
Benutzer,
Dienste
und Prozesse erhalten nur die Rechte,
die sie für ihre Aufgabe wirklich benötigen.
Ziel:
Schaden bei Fehlern oder Angriffen begrenzen.
Merksatz:
So wenig Rechte wie möglich,
so viele wie nötig.
Aufgabe 34
Was bedeutet MFA?
Antwort anzeigen
MFA steht für:
Multi-Faktor-Authentifizierung
Dabei werden mehrere Faktoren kombiniert.
Beispiele:
Wissen:
Passwort
Besitz:
Smartphone,
Token,
Smartcard
Sein:
biometrisches Merkmal
Merksatz:
MFA sorgt dafür,
dass ein Passwort allein nicht reicht.
Aufgabe 35
Was ist der Unterschied zwischen Brute Force, Password Spraying und Credential Stuffing?
Antwort anzeigen
Brute Force:
viele Passwortversuche gegen ein Konto oder Ziel
Password Spraying:
ein häufiges Passwort gegen viele Konten
Credential Stuffing:
bereits geleakte Zugangsdaten werden bei anderen Diensten getestet
Merksatz:
Brute Force:
viele Versuche.
Password Spraying:
ein Passwort,
viele Konten.
Credential Stuffing:
geleakte Zugangsdaten.
Aufgabe 36
Was bedeutet Hardening?
Antwort anzeigen
Hardening bedeutet:
ein System sicherer zu konfigurieren,
indem unnötige Funktionen deaktiviert
und Angriffsflächen reduziert werden.
Beispiele:
unnötige Dienste deaktivieren
Standardpasswörter ändern
unsichere Protokolle abschalten
Rechte begrenzen
Logging aktivieren
Updates einspielen
Merksatz:
Hardening verringert die Angriffsfläche.
Aufgabe 37
Was ist der Unterschied zwischen IaaS, PaaS und SaaS?
Antwort anzeigen
IaaS:
Infrastructure as a Service
virtuelle Infrastruktur,
zum Beispiel virtuelle Maschinen,
Netzwerk
und Speicher
PaaS:
Platform as a Service
verwaltete Plattform für Anwendungen
SaaS:
Software as a Service
fertige Anwendung aus der Cloud
Merksatz:
IaaS = Infrastruktur.
PaaS = Plattform.
SaaS = Software.
Aufgabe 38
Antwort anzeigen
Shared Responsibility bedeutet:
Cloud-Anbieter und Kunde teilen sich die Verantwortung.
Typisch:
Anbieter schützt die Cloud-Infrastruktur.
Kunde schützt Daten,
Identitäten,
Zugriffsrechte,
Konfigurationen
und Anwendungen je nach Modell.
Merksatz:
Cloud bedeutet geteilte Verantwortung.
Aufgabe 39
Welche Antwort ist besser?
Aufgabe:
Ein Client erreicht die Webseite per IP-Adresse,
aber nicht per Namen.
Nennen Sie eine wahrscheinliche Ursache.
Antwort A:
Internet kaputt.
Antwort B:
Wahrscheinlich liegt ein DNS-Problem vor,
weil die IP-Adresse erreichbar ist,
der Name aber nicht aufgelöst wird.
Antwort anzeigen
B ist besser.
Begründung:
Die Antwort nennt eine wahrscheinliche Ursache
und begründet sie mit dem Fehlerbild.
Merksatz:
Ursache,
Begründung,
Prüfung.
Aufgabe 40
Welche Antwort ist besser?
Aufgabe:
Warum sollte RDP nicht direkt aus dem Internet erreichbar sein?
Antwort A:
Weil das nicht gut ist.
Antwort B:
RDP ist ein häufiges Angriffsziel für Brute-Force-Angriffe und Exploits.
Sicherer ist der Zugriff über VPN oder RDP-Gateway mit MFA und Firewall-Beschränkung.
Antwort anzeigen
B ist besser.
Begründung:
Die Antwort nennt ein konkretes Risiko
und passende Schutzmaßnahmen.
Merksatz:
Sicherheitsantwort:
Risiko,
Maßnahme,
Wirkung.
Mini-Prüfung: 10 schnelle Zuordnungen
| Frage | Antwort |
|---|---|
| DNS gehört zu welcher OSI-Schicht? | Schicht 7 |
| TCP gehört zu welcher OSI-Schicht? | Schicht 4 |
| IP gehört zu welcher OSI-Schicht? | Schicht 3 |
| MAC gehört zu welcher OSI-Schicht? | Schicht 2 |
| Kabel gehört zu welcher OSI-Schicht? | Schicht 1 |
| HTTPS nutzt typischerweise welchen Port? | TCP 443 |
| SSH nutzt typischerweise welchen Port? | TCP 22 |
| SMB nutzt typischerweise welchen Port? | TCP 445 |
| DHCP nutzt welche Ports? | UDP 67 und 68 |
| DNS nutzt welchen Port? | UDP/TCP 53 |
Mini-Prüfung: Fehlerbild erkennen
| Fehlerbild | Wahrscheinlichstes Thema |
|---|---|
| IP geht, Name nicht | DNS |
| 169.254.x.x | DHCP |
| lokal geht, extern nicht | Gateway, Routing, NAT oder Firewall |
| Host erreichbar, Dienst nicht | Port, Dienst oder Firewall |
| Login geht, Zugriff nicht | Autorisierung / Rechte |
| Anmeldung scheitert | Authentifizierung |
| Zertifikatswarnung | TLS/Zertifikat |
| nach Update defekt | Change prüfen |
| Daten verschlüsselt und Lösegeldforderung | Ransomware |
| sehr viele Loginversuche | Brute Force |
IHK-sichere Kurzformulierung
Das OSI-Modell hilft, Netzwerkkommunikation und Fehler systematisch einzuordnen. Schicht 1 betrifft Signale und Medien, Schicht 2 lokale Kommunikation mit MAC-Adressen, Schicht 3 IP-Adressierung und Routing, Schicht 4 Transport mit TCP, UDP und Ports und Schicht 7 Anwendungsprotokolle wie DNS, DHCP und HTTP. Das TCP/IP-Modell ist praxisnäher und fasst mehrere OSI-Schichten zusammen. Bei der Fehlersuche sollte man Fehlerbilder auswerten: IP erreichbar, Name nicht deutet auf DNS hin; 169.254.x.x deutet auf DHCP hin; lokal erreichbar, extern nicht deutet auf Gateway, Routing, NAT oder Firewall hin. Gute Prüfungsantworten nennen Ursache, Begründung und passende Prüfung oder Maßnahme.
Merksätze
OSI ist das Denkmodell.
TCP/IP ist das Praxismodell.
Schicht 1:
Signal.
Schicht 2:
MAC und VLAN.
Schicht 3:
IP und Routing.
Schicht 4:
TCP,
UDP
und Ports.
Schicht 7:
Dienste und Anwendungen.
MAC ist lokal.
IP ist logisch.
Port ist Dienstzuordnung.
DNS löst Namen auf.
DHCP verteilt IP-Konfiguration.
Gateway führt in andere Netze.
NAT übersetzt Adressen.
Firewall filtert Verkehr.
ping prüft ICMP,
nicht den Dienst.
IP ja,
Name nein:
DNS.
169.254.x.x:
DHCP.
Lokal ja,
extern nein:
Gateway prüfen.
Host ja,
Dienst nein:
Port prüfen.
Login ja,
Zugriff nein:
Rechte prüfen.
TCP ist zuverlässig.
UDP ist schnell und verbindungslos.
ARP löst IPv4 zu MAC auf.
VLAN trennt logisch.
Routing verbindet Netze.
Backup ohne Restore-Test ist unsicher.
RPO ist Datenverlust.
RTO ist Wiederherstellungszeit.
IDS meldet.
IPS blockiert.
MFA schützt gegen Passwortmissbrauch.
Least Privilege begrenzt Rechte.
Hardening reduziert Angriffsfläche.
Gute Prüfungsantwort:
Ursache,
Begründung,
Prüfung.