20.2 Trainer – Schicht 1 / Übertragungsmedien, Verkabelung
Diese Trainer-Seite wiederholt Übertragungsmedien, Verkabelung, Signalqualität und die OSI-Schicht 1.
Ziel ist, typische Prüfungsfragen zu Kabeln, LWL, WLAN, Dämpfung, Duplex, Auto-Negotiation und physikalischer Fehlersuche sicher zu beantworten.
Merksatz:
Schicht 1 fragt:
Kommt überhaupt ein Signal an?
Lernziele
Nach dieser Seite solltest du sicher können:
- Kupfer,
LWL
und WLAN unterscheiden
- Koaxialkabel,
Twisted Pair
und Glasfaser einordnen
- Dämpfung erklären
- Duplex und Auto-Negotiation erklären
- typische Schicht-1-Fehler erkennen
- passende Prüfmaßnahmen nennen
- Übertragungsmedien nach Einsatzzweck auswählen
Kurzüberblick: Übertragungsmedien
| Medium | Signalart | Typische Nutzung |
|---|---|---|
| Twisted Pair | elektrisch | LAN-Verkabelung |
| Koaxialkabel | elektrisch | ältere Netze, Kabelanschluss, Antennentechnik |
| Lichtwellenleiter | optisch | hohe Bandbreite, lange Strecken |
| WLAN | Funk | drahtlose Netzwerkverbindung |
Merksatz:
Kupfer überträgt elektrisch.
LWL überträgt optisch.
WLAN überträgt per Funk.
Kurzüberblick: OSI-Schicht 1
OSI-Schicht 1 heißt:
Bitübertragungsschicht
Aufgabe:
Bits als Signale übertragen.
Typische Themen:
Kabel
Stecker
Funk
Licht
elektrische Signale
Dämpfung
Störungen
Link
Geschwindigkeit
Duplex
Auto-Negotiation
Merksatz:
Schicht 1 kümmert sich um die physische Übertragung.
Aufgabe 1
Welche OSI-Schicht ist betroffen, wenn ein Netzwerkkabel defekt ist?
Antwort anzeigen
Betroffen ist:
OSI-Schicht 1
Begründung:
Ein defektes Kabel betrifft die physische Signalübertragung.
Kabel,
Stecker,
Funk,
Licht
und elektrische Signale gehören zur Bitübertragungsschicht.
Merksatz:
Kabelproblem = Schicht 1.
Aufgabe 2
Ordne die Medien der richtigen Signalart zu.
| Medium | Signalart |
|---|---|
| Twisted Pair | ? |
| Lichtwellenleiter | ? |
| WLAN | ? |
| Koaxialkabel | ? |
Antwort anzeigen
| Medium | Signalart |
|---|---|
| Twisted Pair | elektrisch |
| Lichtwellenleiter | optisch |
| WLAN | Funk |
| Koaxialkabel | elektrisch |
Merksatz:
Kupfer elektrisch,
Glasfaser optisch,
WLAN Funk.
Aufgabe 3
Was ist Twisted-Pair-Kabel?
Antwort anzeigen
Twisted-Pair-Kabel ist ein Kupferkabel, bei dem Adernpaare miteinander verdrillt sind.
Ziel der Verdrillung:
Störungen reduzieren
Übersprechen verringern
Signalqualität verbessern
Typische Nutzung:
Ethernet-LAN
Merksatz:
Twisted Pair = verdrillte Kupferadern für LAN.
Aufgabe 4
Warum sind die Adernpaare bei Twisted-Pair-Kabeln verdrillt?
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Die Adernpaare sind verdrillt, um elektromagnetische Störungen und Übersprechen zu reduzieren.
Dadurch wird die Signalqualität verbessert.
Merksatz:
Verdrillung schützt vor Störungen.
Aufgabe 5
Welche Aussage ist richtig?
A: LWL überträgt Daten elektrisch.
B: Twisted Pair überträgt Daten optisch.
C: LWL überträgt Daten mit Licht.
D: WLAN nutzt MAC-Adressen nicht.
Antwort anzeigen
Richtig ist:
C: LWL überträgt Daten mit Licht.
Begründung:
Lichtwellenleiter übertragen Signale optisch
und eignen sich besonders für hohe Bandbreiten
und lange Strecken.
Aufgabe 6
Nenne zwei Vorteile von Lichtwellenleitern gegenüber Kupferkabeln.
Antwort anzeigen
Mögliche Vorteile:
hohe Bandbreite
große Reichweite
unempfindlicher gegen elektromagnetische Störungen
galvanische Trennung
schwerer unbemerkt abzuhören als Kupfer
IHK-sichere Antwort:
Lichtwellenleiter ermöglichen hohe Übertragungsraten über lange Strecken
und sind unempfindlich gegenüber elektromagnetischen Störungen.
Aufgabe 7
Nenne zwei Nachteile von Lichtwellenleitern.
Antwort anzeigen
Mögliche Nachteile:
empfindlicher gegenüber Knicken
aufwendigere Montage
spezielle Spleiß- oder Stecktechnik nötig
oft teurere aktive Komponenten
Verschmutzung an Steckern kann Probleme verursachen
Merksatz:
LWL ist leistungsfähig,
aber empfindlich bei Montage und Handhabung.
Aufgabe 8
Was ist Dämpfung?
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Dämpfung bedeutet:
Das Signal wird auf dem Übertragungsweg schwächer.
Ursachen:
Kabellänge
schlechte Stecker
Knicke
schlechte Spleiße
Störungen
minderwertiges Kabel
Verschmutzung bei LWL
Merksatz:
Dämpfung = Signalverlust auf dem Weg.
Aufgabe 9
Welche Folge kann zu hohe Dämpfung haben?
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Mögliche Folgen:
Verbindungsabbrüche
Paketverluste
geringere Übertragungsrate
instabile Verbindung
kein Link
hohe Fehlerrate
Merksatz:
Zu viel Dämpfung macht Verbindungen langsam,
instabil
oder unmöglich.
Aufgabe 10
Was bedeutet „Link“ bei einer Netzwerkschnittstelle?
Antwort anzeigen
Link bedeutet:
Die physische Verbindung zwischen zwei Netzwerkkomponenten ist erkannt.
Beispiel:
Netzwerkkarte und Switchport erkennen,
dass eine Verbindung besteht.
Wichtig:
Link vorhanden heißt nicht automatisch,
dass IP,
DNS
oder Anwendung funktionieren.
Merksatz:
Link bedeutet physische Verbindung,
nicht vollständige Netzwerkfunktion.
Aufgabe 11
Ein Switchport zeigt keinen Link.
Nenne vier mögliche Ursachen.
Antwort anzeigen
Mögliche Ursachen:
Kabel defekt
Stecker nicht richtig eingesteckt
falscher Port
Netzwerkkarte deaktiviert
Switchport deaktiviert
Gegenstelle ausgeschaltet
falsches oder beschädigtes Patchkabel
SFP-Modul defekt
LWL-Stecker verschmutzt
Merksatz:
Kein Link:
zuerst Schicht 1 prüfen.
Aufgabe 12
Was bedeutet Half-Duplex?
Antwort anzeigen
Half-Duplex bedeutet:
Ein Gerät kann senden oder empfangen,
aber nicht gleichzeitig beides.
Beispiel:
Funkgerät-Prinzip:
Einer spricht,
der andere hört.
Merksatz:
Half-Duplex = nicht gleichzeitig senden und empfangen.
Aufgabe 13
Was bedeutet Full-Duplex?
Antwort anzeigen
Full-Duplex bedeutet:
Ein Gerät kann gleichzeitig senden und empfangen.
Typisch bei:
modernen Ethernet-Verbindungen über Switches
Merksatz:
Full-Duplex = gleichzeitig senden und empfangen.
Aufgabe 14
Warum ist ein Duplex-Mismatch problematisch?
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Ein Duplex-Mismatch entsteht, wenn eine Seite Full-Duplex und die andere Seite Half-Duplex verwendet.
Folgen:
schlechte Performance
Kollisionen
Paketverluste
viele Fehler auf dem Interface
langsame oder instabile Verbindung
Merksatz:
Duplex-Mismatch verursacht oft schwer erkennbare Performance-Probleme.
Aufgabe 15
Was bedeutet Auto-Negotiation?
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Auto-Negotiation bedeutet:
Netzwerkgeräte handeln automatisch Geschwindigkeit
und Duplexmodus aus.
Beispiel:
1 Gbit/s Full-Duplex
Vorteil:
weniger manuelle Konfiguration
Problem:
Fehlkonfiguration oder alte Geräte können falsche Werte aushandeln.
Merksatz:
Auto-Negotiation handelt Geschwindigkeit und Duplex aus.
Aufgabe 16
Welche Angaben gehören typischerweise zu einer Schicht-1-Prüfung?
Antwort anzeigen
Typische Prüfungen:
Kabel korrekt gesteckt?
Link vorhanden?
Port aktiv?
Gegenstelle eingeschaltet?
richtige Geschwindigkeit?
richtiger Duplexmodus?
Kabel beschädigt?
Stecker beschädigt?
LWL sauber?
WLAN-Signal ausreichend?
Merksatz:
Schicht 1 prüft Medium,
Signal
und Verbindung.
Aufgabe 17
Was ist der Unterschied zwischen einem Hub und einem Switch?
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Hub:
arbeitet vereinfacht auf Schicht 1
sendet eingehende Bits an alle Ports weiter
keine MAC-Adresstabelle
gemeinsame Kollisionsdomäne
Switch:
arbeitet hauptsächlich auf Schicht 2
lernt MAC-Adressen
leitet Frames gezielt weiter
Merksatz:
Hub verteilt blind.
Switch leitet gezielt.
Aufgabe 18
Was ist ein Repeater?
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Ein Repeater verstärkt oder regeneriert Signale, damit sie über größere Strecken übertragen werden können.
Typische Schicht:
OSI-Schicht 1
Merksatz:
Repeater verlängert physische Signalübertragung.
Aufgabe 19
Was ist ein Medienkonverter?
Antwort anzeigen
Ein Medienkonverter verbindet unterschiedliche Übertragungsmedien.
Beispiel:
Kupfer-Ethernet
zu
Glasfaser
Typischer Einsatz:
Übergang von Twisted Pair auf LWL
Merksatz:
Medienkonverter verbindet Kupfer und LWL.
Aufgabe 20
Was ist ein SFP-Modul?
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SFP steht für:
Small Form-factor Pluggable
Ein SFP-Modul ist ein steckbares Transceiver-Modul, zum Beispiel für Glasfaser- oder Kupferverbindungen.
Typische Nutzung:
Switches
Router
Firewalls
Servernetzwerkkarten
Merksatz:
SFP ist ein steckbares Modul für Netzwerkverbindungen.
Aufgabe 21
Warum kann ein verschmutzter LWL-Stecker Probleme verursachen?
Antwort anzeigen
Ein verschmutzter LWL-Stecker kann das Lichtsignal dämpfen oder stören.
Folgen:
hohe Fehlerrate
instabile Verbindung
niedrige Signalqualität
kein Link
Merksatz:
LWL-Stecker müssen sauber sein,
weil Licht präzise übertragen wird.
Aufgabe 22
Was ist der Unterschied zwischen Singlemode und Multimode bei LWL?
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Singlemode:
für sehr lange Strecken geeignet
kleiner Faserkern
meist Laserlicht
Multimode:
eher für kürzere Strecken im Gebäude oder Rechenzentrum
größerer Faserkern
meist kürzere Reichweite als Singlemode
Merksatz:
Singlemode für lange Strecken.
Multimode für kürzere Strecken.
Aufgabe 23
Welche Aussage ist richtig?
A: Multimode ist immer besser als Singlemode.
B: Singlemode eignet sich eher für lange Strecken.
C: LWL ist stärker von elektromagnetischen Störungen betroffen als Kupfer.
D: LWL nutzt elektrische Signale.
Antwort anzeigen
Richtig ist:
B: Singlemode eignet sich eher für lange Strecken.
Begründung:
Singlemode-LWL wird typischerweise für größere Entfernungen verwendet,
während Multimode häufig für kürzere Strecken genutzt wird.
Aufgabe 24
Was bedeutet strukturierte Verkabelung?
Antwort anzeigen
Strukturierte Verkabelung bedeutet:
eine geplante,
normierte
und dokumentierte Verkabelungsstruktur in Gebäuden oder Standorten.
Typische Bereiche:
Primärbereich:
Standort- oder Gebäudeanbindung
Sekundärbereich:
Steigbereich zwischen Etagen
Tertiärbereich:
Etagenverkabelung bis zum Arbeitsplatz
Merksatz:
Strukturierte Verkabelung sorgt für Ordnung,
Erweiterbarkeit
und Wartbarkeit.
Aufgabe 25
Ordne die Bereiche der strukturierten Verkabelung zu.
| Bereich | Bedeutung |
|---|---|
| Primärbereich | ? |
| Sekundärbereich | ? |
| Tertiärbereich | ? |
Antwort anzeigen
| Bereich | Bedeutung |
|---|---|
| Primärbereich | Standort- oder Gebäudeanbindung |
| Sekundärbereich | Steigbereich zwischen Etagen |
| Tertiärbereich | Etagenverkabelung bis zum Arbeitsplatz |
Merksatz:
Primär weit,
Sekundär Etagen,
Tertiär Arbeitsplatz.
Aufgabe 26
Was ist ein Patchpanel?
Antwort anzeigen
Ein Patchpanel ist ein Verteilerfeld, an dem feste Gebäudeverkabelung endet.
Von dort werden Verbindungen mit Patchkabeln zum Switch hergestellt.
Vorteil:
übersichtliche Verkabelung
einfache Änderungen
bessere Dokumentation
Merksatz:
Patchpanel verbindet feste Verkabelung mit flexibler Patchung.
Aufgabe 27
Was ist der Unterschied zwischen Installationskabel und Patchkabel?
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Installationskabel:
fest verlegt
meist in Wänden,
Kabelkanälen
oder Gebäudestruktur
Patchkabel:
flexible kurze Verbindung
zum Beispiel zwischen Patchpanel und Switch
oder zwischen Netzwerkdose und Endgerät
Merksatz:
Installationskabel fest.
Patchkabel flexibel.
Aufgabe 28
Was ist WLAN als Übertragungsmedium?
Antwort anzeigen
WLAN ist ein drahtloses Übertragungsmedium.
Es nutzt Funkwellen, um Daten zwischen Endgeräten und Access Points zu übertragen.
Typische Vorteile:
Mobilität
flexible Nutzung
weniger Kabelbedarf
Typische Nachteile:
Störungen
geteiltes Medium
Reichweitenbegrenzung
Sicherheitsrisiken bei falscher Konfiguration
Merksatz:
WLAN ist flexibel,
aber störanfälliger als Kabel.
Aufgabe 29
Warum ist WLAN ein geteiltes Medium?
Antwort anzeigen
WLAN ist ein geteiltes Medium, weil mehrere Geräte denselben Funkkanal verwenden können.
Folge:
Geräte müssen sich die verfügbare Funkzeit teilen.
Dadurch können entstehen:
geringere Datenrate pro Gerät
höhere Latenz
Kollisionen oder Wartezeiten
Leistungseinbruch bei vielen Clients
Merksatz:
WLAN-Bandbreite wird geteilt.
Aufgabe 30
Nenne vier typische Ursachen für schlechtes WLAN.
Antwort anzeigen
Mögliche Ursachen:
zu große Entfernung zum Access Point
Wände oder Hindernisse
Störungen durch andere Funknetze
zu viele Clients
falscher Kanal
schlechte Access-Point-Position
alte WLAN-Standards
schlechte Antennenausrichtung
zu hohe oder zu niedrige Sendeleistung
Merksatz:
WLAN-Probleme hängen oft mit Signal,
Störung,
Kanal
und Auslastung zusammen.
Aufgabe 31
Was bedeutet MIMO?
Antwort anzeigen
MIMO steht für:
Multiple Input Multiple Output
Bedeutung:
Mehrere Antennen werden genutzt,
um Datenübertragung zu verbessern.
Vorteile:
höhere Datenrate
bessere Funkleistung
bessere Ausnutzung des Funkkanals
Merksatz:
MIMO nutzt mehrere Antennen.
Aufgabe 32
Was ist der Unterschied zwischen MIMO und MU-MIMO?
Antwort anzeigen
MIMO:
mehrere Antennen für bessere Übertragung
MU-MIMO:
Multi User MIMO
Access Point kann mehrere Clients effizienter gleichzeitig bedienen
Merksatz:
MU-MIMO verbessert die Bedienung mehrerer Nutzer.
Aufgabe 33
Was ist EIRP?
Antwort anzeigen
EIRP steht für:
Equivalent Isotropically Radiated Power
Bedeutung:
effektive abgestrahlte Sendeleistung bezogen auf einen isotropen Strahler.
Wichtig bei WLAN:
gesetzliche Grenzwerte
Antennengewinn
Sendeleistung
Merksatz:
EIRP beschreibt die wirksame abgestrahlte Leistung.
Aufgabe 34
Was bedeutet dB oder Dezibel?
Antwort anzeigen
Dezibel ist eine logarithmische Einheit, mit der Verhältnisse beschrieben werden.
In Netzwerken und Funktechnik wird dB genutzt für:
Dämpfung
Verstärkung
Antennengewinn
Signalpegel
Merksatz:
dB beschreibt Verhältnisse,
nicht einfach normale lineare Werte.
Aufgabe 35
Welche Aussage zu WLAN-Sicherheit ist richtig?
A: Ein versteckter WLAN-Name ersetzt Verschlüsselung.
B: WPA2 oder WPA3 schützt WLAN besser als offenes WLAN.
C: MAC-Filter allein ist eine starke Sicherheitsmaßnahme.
D: Gäste sollten immer im internen VLAN sein.
Antwort anzeigen
Richtig ist:
B: WPA2 oder WPA3 schützt WLAN besser als offenes WLAN.
Begründung:
WLAN sollte verschlüsselt und sicher authentifiziert werden.
Gäste sollten getrennt vom internen Netz betrieben werden.
Merksatz:
WLAN-Sicherheit braucht Verschlüsselung,
starke Zugangsdaten
und Netztrennung.
Aufgabe 36
Warum sollte ein Gast-WLAN getrennt vom internen Netz sein?
Antwort anzeigen
Ein Gast-WLAN sollte getrennt sein, damit Gäste nicht auf interne Systeme zugreifen können.
Schutz:
interne Server
Clients
Drucker
Managementoberflächen
sensible Daten
Typische Umsetzung:
eigenes VLAN
Firewall-Regeln
nur Internetzugriff erlauben
Merksatz:
Gast-WLAN gehört nicht ins interne Netz.
Aufgabe 37
Ein Arbeitsplatz hat keine Netzwerkverbindung.
Nenne eine sinnvolle Prüf-Reihenfolge auf Schicht 1.
Antwort anzeigen
Sinnvolle Reihenfolge:
1. Kabel steckt korrekt?
2. Link-LED aktiv?
3. anderes Patchkabel testen?
4. anderen Switchport testen?
5. Netzwerkdose prüfen?
6. Endgerät-Netzwerkkarte aktiv?
7. Switchport administrativ aktiv?
8. Geschwindigkeit und Duplex prüfen?
Merksatz:
Bei „keine Verbindung“ zuerst physisch prüfen.
Aufgabe 38
Ein Server hat Link, aber die Verbindung ist extrem langsam und instabil.
Welche Schicht-1-Themen können Ursache sein?
Antwort anzeigen
Mögliche Ursachen:
defektes Kabel
schlechte Steckverbindung
Duplex-Mismatch
falsche Geschwindigkeit
hohe Dämpfung
Störungen
beschädigter Port
fehlerhaftes SFP-Modul
LWL-Stecker verschmutzt
Merksatz:
Link vorhanden heißt nicht,
dass die Signalqualität gut ist.
Aufgabe 39
Welche Antwort ist besser?
Aufgabe:
Ein Client hat keine Netzwerkverbindung.
Nennen Sie eine erste sinnvolle Prüfmaßnahme.
Antwort A:
Server neu installieren.
Antwort B:
Zuerst sollte geprüft werden,
ob die physische Verbindung besteht,
also Kabel,
Stecker,
Link-LED
und Switchport.
Antwort anzeigen
B ist besser.
Begründung:
Bei fehlender Netzwerkverbindung beginnt die Fehlersuche auf Schicht 1.
Erst wenn Link und physische Verbindung passen,
werden IP,
Gateway,
DNS
und Dienste geprüft.
Merksatz:
Erst Schicht 1,
dann höhere Schichten.
Aufgabe 40
Welche Antwort ist besser?
Aufgabe:
Warum kann LWL sinnvoller sein als Kupfer?
Antwort A:
Weil Glasfaser moderner ist.
Antwort B:
LWL ist für hohe Bandbreiten und lange Strecken geeignet
und unempfindlich gegenüber elektromagnetischen Störungen.
Antwort anzeigen
B ist besser.
Begründung:
Die Antwort nennt konkrete technische Vorteile
und ist damit prüfungssicherer.
Merksatz:
Nicht „moderner“ schreiben,
sondern technischen Nutzen nennen.
Mini-Prüfung: schnelle Zuordnung
| Frage | Antwort |
|---|---|
| Welche OSI-Schicht ist für Kabel und Signale zuständig? | Schicht 1 |
| Wie heißt OSI-Schicht 1? | Bitübertragungsschicht |
| Welches Medium nutzt Licht? | LWL |
| Welches Medium nutzt Funk? | WLAN |
| Welches Medium nutzt elektrische Signale? | Kupfer |
| Was bedeutet Dämpfung? | Signalverlust |
| Was bedeutet Full-Duplex? | gleichzeitig senden und empfangen |
| Was bedeutet Half-Duplex? | senden oder empfangen, nicht gleichzeitig |
| Was macht Auto-Negotiation? | Geschwindigkeit und Duplex automatisch aushandeln |
| Was verbindet Kupfer und LWL? | Medienkonverter |
| Was ist ein SFP? | steckbares Transceiver-Modul |
| Was ist ein Patchpanel? | Verteilerfeld für Gebäudeverkabelung |
Mini-Prüfung: Fehlerbild erkennen
| Fehlerbild | Wahrscheinlichstes Thema |
|---|---|
| kein Link am Switchport | Schicht 1 |
| Link vorhanden, aber viele Fehler | Kabel, Duplex, Dämpfung, Port |
| WLAN langsam und instabil | Signal, Störung, Kanal, Auslastung |
| LWL-Link instabil | Stecker, Dämpfung, SFP, Faser |
| nur ein Arbeitsplatz betroffen | Kabel, Dose, Patchpanel, Switchport |
| mehrere Dosen auf Etage betroffen | Verteilung, Switch, Patchfeld |
| Verbindung bricht bei Bewegung ab | Kabel oder Stecker beschädigt |
| nach Austausch kein Link | falsches Kabel, falsches Modul, Portkonfiguration |
IHK-sichere Kurzformulierung
Die OSI-Schicht 1 ist die Bitübertragungsschicht. Sie beschreibt die physische Übertragung von Bits als elektrische, optische oder Funksignale. Typische Themen sind Kabel, Stecker, Funk, Lichtwellenleiter, Signalqualität, Dämpfung, Link, Geschwindigkeit, Duplex und Auto-Negotiation. Kupferkabel wie Twisted Pair übertragen elektrische Signale, Lichtwellenleiter übertragen optische Signale und WLAN nutzt Funk. Bei Störungen ohne Link oder mit instabiler Verbindung sollte zuerst die physische Verbindung geprüft werden, zum Beispiel Kabel, Stecker, Switchport, Link-LED, SFP-Modul, Dämpfung und Duplexmodus.
Merksätze
Schicht 1 ist die Bitübertragungsschicht.
Schicht 1 überträgt Bits als Signale.
Kupfer überträgt elektrisch.
LWL überträgt optisch.
WLAN überträgt per Funk.
Twisted Pair nutzt verdrillte Adernpaare.
Verdrillung reduziert Störungen.
LWL eignet sich für hohe Bandbreite und lange Strecken.
Singlemode eignet sich eher für lange Strecken.
Multimode eignet sich eher für kürzere Strecken.
Dämpfung bedeutet Signalverlust.
Zu hohe Dämpfung verursacht Fehler oder Verbindungsabbrüche.
Link bedeutet physische Verbindung erkannt.
Link heißt nicht automatisch,
dass IP oder Anwendung funktionieren.
Half-Duplex sendet oder empfängt.
Full-Duplex sendet und empfängt gleichzeitig.
Auto-Negotiation handelt Geschwindigkeit und Duplex aus.
Duplex-Mismatch verursacht Performance-Probleme.
Hub verteilt blind.
Switch leitet gezielt.
Repeater regeneriert Signale.
Medienkonverter verbindet Medien.
SFP ist ein steckbares Transceiver-Modul.
Patchpanel verbindet feste Verkabelung mit Patchkabeln.
Installationskabel ist fest verlegt.
Patchkabel ist flexibel.
WLAN ist ein geteiltes Medium.
WLAN-Probleme hängen oft mit Signal,
Störung,
Kanal
und Auslastung zusammen.
Gast-WLAN gehört getrennt vom internen Netz.
Bei keiner Verbindung zuerst Schicht 1 prüfen.
Erst Kabel,
Link
und Port prüfen,
dann IP,
DNS
und Anwendung.